Von Dover nach Sandwich – eine meerige Tour

Du willst England bereisen und am besten sofort beginnen? Kein Problem!


Wenn du nach England einreisen möchtest, besteht die Möglichkeit über den Ärmelkanal zu schippern.

Oder darunter durchzufahren. Irre, oder? An der tiefsten Stelle bist du 70 Meter unter dem Meer.

Fähre und Eurotunnel nach Großbritannien

Wenn du dich entscheidest durch den Tunnel zu fahren, hast du zwei Vorteile: es geht super schnell und ist ganz einfach.

Die Verbindung ist von Calais nach Folkstone und zurück natürlich auch. Mitnehmen kannst du dein Auto und auch dein Haustier. Es müssen die gleichen Einreisebestimmungen beachtet werde, wie zum Beispiel beim Fähre fahren. Welche, das habe ich dir hier aufgeschrieben.

Wenn du in Coquelles nahe Calais am Tunnelterminal ankommst, weisen dich die Schilder zur Petkontrolle. Chip scannen, Heimtierausweis anschauen lassen, fertig.

Vor der Abfahrt kannst du dir mit deinem Hund noch die Beine im dafür vorgesehenen Bereich vertreten.

Die Fahrt dauert ja nicht wirklich lang, es sind nämlich kurze 50 km und der Zug benötigt dafür nur 35 Minuten.

Ankommen, raus fahren und los geht das Abenteuer. Der einzige Punkt, warum wir das nicht machen ist: Das Geld!

Die Fahrt durch den Eurotunnel kostet im Schnitt 85 Euro, wenn du rechtzeitig buchst. Kurzfristige Tickets liegen deutlich drüber, ca 200 € (pro Person und ohne Hund).

Die Fähre nach Dover

Unsere Fährfahrt dauert zwar ein bisschen länger, kostet uns zu dritt jedoch nur 90 Euro. Aber dafür verbringen wir auch ein wenig mehr Zeit auf dem Schiff. Bisher hat uns das nicht gestört, außer bei dem einen mal. Da gab es recht viel Wind und Welle. Wer hätte das gedacht?

Ansonsten ist die Fähre auch eine gute Idee zur Überfahrt. Entspanntes buchen im Internet, durch die Kontrolle rollern (hier muss man nicht ein mal aussteigen, außer sie wollen in deinen Kofferraum sehen) und dann ab aufs Schiff.

Fährverbindungen gibt es von Dünkirchen oder Calais nach Dover.

Hund bleibt im Auto und pennt, danach wieder runter rollen. Fertig.

Ankunft in Dover

Nun ist man also in England gelandet. Wer den Zug genommen hat, ist nur ein Stück vor Dover, also kein Problem unseren Tipp auszuprobieren.

Wenn ich irgendwo ankomme, will ich ja immer gleich losziehen und ein bisschen was entdecken. Meist wird dann nicht so viel, weil ich doch ein bisschen geschafft bin von der Reise.

Das ist in Ordnung, denn nichts läuft bis zum nächsten Tag weg. Also macht euch keinen Stress und nehmt euch vielleicht 2 oder 3 Tage Zeit für Dover und die Umgebung.

Start in Dover

Erkundung der Innenstadt ist ganz einfach und überschaubar. Essen und trinken findet man an jeder Ecke und es ist alles gut ausgeschildert.

Wir sind bis zur Promenade gelaufen, haben uns ein wenig am Strand ausgeruht und es dann für zu laut befunden. Wir wollen das Ganze von oben, von den Kreidefelsen aus sehen. Eine Burg scheint es dort auch zu geben.

Die Kreidefelsen von Dover sind natürlich ein Blickfang (schon vom Schiff aus). Sie sind bis zu 106 Meter hoch und bestehen aus weißer Kreide und dunklem Feuerstein.

Erste Wanderung: Dover Castle

Diese Idee kommt einem wahrscheinlich ziemlich schnell, denn das Castle thront über Dover und ist gut zu sehen. Natürlich kann man auch hochfahren, aber wer will das schon 😉

Wir laufen den steilen Weg nach oben und sind froh, anzukommen. Nach einer langen Fahrt bin ich doch schnell aus der Puste. Alex natürlich nicht. Mhpf.

Das Castle ist gut erhalten und auch der Leuchtturm steht noch. Im 13. Jahrhundert wurde die Mauer drumherum errichtet. Von dem fantastischen Blick brauche ich euch ja nicht vorzuschwärmen, oder?

 

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In der Stadt kann noch ein historisches und ein Transport Museum besucht werden. Doch wir entscheiden uns weiter zu fahren.

Das nächste Castle steht in Deal

13 Kilometer von Dover entfernt finden wir den Ort Walmer und kurz danach Deal. Optisch gefällt es uns sofort besser. Die Straßen sind malerisch und von kleinen Lädchen geprägt.

Man kann entlang der Küste spazieren. Ich bin mir noch nicht sicher, wie ich den Steinstrand finde. Laufen lässt es sich nicht so gut und laut ist es dabei auch. Da kann man das Meer fast nicht mehr hören.

Aber es wurden wahrscheinlich deswegen Fußwege angelegt und so laufen wir immer weiter. Wir finden das Castle, die Innenstadt, einen Steg, der weit ins Meer hineinreicht und vor uns geht es immer weiter.

Walmer hat übrigens auch ein Castle. Also Kultur pur, Shopping und lecker essen und Meer obendrein. Was kann schöner sein?

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Natur in Deal

Nachdem wir nun die Stadt gesehen haben und uns da eindeutig zu viele Menschen waren, sind wir ein Stück weitergefahren.  Unsere Richtung: Sandwich.

Nein, nicht schon wieder etwas zu essen, sondern die Stadt und vorher noch Sandwich Bay.

Variante eins: Strand zwischen Meer und Golfplatz

Variante zwei: toller Spaziergang hinter dem Golfplatz

oder Variante drei: Golf spielen? 

Wir haben uns für Variante 2 entschieden und die urige Natur und die Landwirtschaft genossen. Wilde Wiesen und Rinder gab es zu sehen, verschiedene Vögel, die alle zu schnell für meine Kamera waren und einen entspannten hügeligen Weg.

Den Weg kann man bis zum Ende des Golfplatzes gehen, dann kommt Privatgelände und man muss wieder umdrehen.

Im Sommer kann man hier Bootstouren machen und Robben beobachten.

Zuguterletzt Sandwich

Sandwich ist ein niedlicher kleiner Ort mit 3 Kirchen, die man sich ansehen kann und sollte, wenn man darauf steht.

Wir fanden einfach den Namen lustig.

3 Tipps für dich und deinen Englandurlaub

Tipp 1: Es gibt natürlich noch viel mehr Strecken nach England. Falls ihr also woanders landen wollt, könnt ihr euch hier schon ein mal einen Überblick verschaffen:

Tipp 2: Der english Heritage Pass bringt euch einige Vorteile, wenn ihr viel Kultur machen wollt. Wir bestaunen einiges nur von außen, da wir unseren Hund nicht immer warten lassen wollen. Wir durchstreifen dann lieber die Natur.

Ohne Hund würde ich aber auch deutlich mehr in Museen zu finden sein. Also hier der Tipp einer Bloggerfreundin: Der Pass.

  • Zutritt zu 100 (oder mehr) verschiedenen Plätzen
  • Reiseführer und auch sonst ein Haufen Informationen
  • einen tollen Kundenservice

Tipp 3: Keine Angst vorm Linksverkehr. Es ist wirklich ganz einfach und braucht nur ein bisschen Konzentration. Wir haben mittlerweile mehr Probleme in Deutschland wieder rechts zu fahren.

DIe Engländer sind auch ein sehr nettes Autovölkchen. Also keine Angst vor Fehlern, die Briten passen auch auf und nehmen Rücksicht.

Ein englisches Auto zu nehmen, hat den Vorteil, dass du mehr siehst, beim Abbiegen zum Beispiel. Aber mit links zu schalten ist recht gewöhnungsbedürftig.


Nun bist du vorbereitet, um in England landen zu können und einen famosen Start hinzulegen.

Warst du schon hier und hast noch eine Idee, was anderen noch helfen kann?

Erzählt uns doch gern von eurem England-Urlaub! Wir freuen uns darauf.

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Ein Paar reist mit Hund und Auto auf eigenen Pfaden