Krankenversicherung

Die Krankenversicherung ist auch ein viel beschriebenes Thema, es gehört jedoch auch unbedingt zum Thema Reisen und Weltreise.

Solange es uns gut geht, lässt sich darüber recht einfach reden und auch auf vieles verzichten. Man sollte doch vielleicht kurz an sein letztes richtiges Krank denken und wie wohl man sich fühlt, wenn man weiß, dass man zu einem Arzt gehen kann und jemanden hat, der sich um einen kümmert.

Es gibt auch viele Alleinreisende, da ist es doch gut, wenn man sich ein Krankenhauszimmer leisten kann, mit einer liebevollen Schwester.

Natürlich ist das Gesundheitssystem nicht überall wie in Deutschland. Liebevolle Menschen, die sich um die Genesung kümmern, gibt es allerdings überall.

Krankenhaus in Burundi

Wenn wir jetzt mal vom schlimmsten ausgehen, wir brauchen einen Rücktransport und vielleicht sogar eine Pflege (Pflegeversicherung), dann macht es durchaus Sinn eine Krankenversicherung zu haben. Man kann sich auch die bezahlten Beiträge wiederholen, da in den meisten nicht europäischen Ländern kleine Sachen gleich bezahlt werden. So ein Lesegerät für unsere Versichertenkarte gibt es nicht überall.

Informationen zusammentragen

 

  • Wir gehen von einem Paar aus, beide sind selbstständig, sie ist privat versichert und er in einer landwirtschaftlichen Versicherung, die dann aber nicht mehr besteht.
  • Einkommen ist noch ungewiss.
  • Meldeadresse bleibt in Deutschland.

 

Als Erstes haben wir die privaten Versicherungen verglichen und die Versicherung auf ein Minimum heruntergeschraubt, da sie nur weiterlaufen und den Aufenthalt in Deutschland absichern muss.

Eine Anwartschaft fällt aus, da man sonst bei einem Besuch in Deutschland nicht versichert ist.  Am besten hat uns die Signal Iduna gefallen, da bei dieser Versicherung das Ausland schon mit inbegriffen ist. Und keine Selbstbeteiligung bei Zahnbehandlungen. Das kann für den ein oder anderen wichtig sein.

Wir wissen, dass wir definitiv einmal im Jahr in Deutschland sein werden. Insgesamt sind wir mit der privaten Versicherung auf 500€ für zwei Personen gekommen.

Das fällt also aus Budgetgründen aus.

Im Vergleich mit der gesetzlichen Versicherung, einem Hauptversicherungsnehmer und der Partner rutscht als Nicht-Verdiener in die Familienversicherung rein, kommen wir damit deutlich günstiger. Dann kommt noch die Auslandsversicherung hinzu. Damit haben wir den Rundumschutz und müssen uns keine Sorgen machen. Außerdem sollten wir damit am wenigsten Rennerei haben. Das funktioniert natürlich nur, wenn einer der beiden wirklich keinerlei Einkommen hat und wenn man verheiratet ist.

 

Die am meisten empfohlene Auslandsversicherung ist die

und auch ich kann sie nur weiterempfehlen. Eine wahnsinnig einfach Bedienung und schnelle Abwicklung und die Angebote decken alles ab. Hier eine kleine Übersicht der langfristigen Auslandskrankenversicherung:

  • keine Selbstbeteiligung
  • Vorerkrankungen sind mitversichert
  • Für Aufenthalte von 1 bis 5 Jahren, Option auf Verlängerung

 



Mit der Langzeit Reisekrankenversicherung der HanseMerkur kann nichts mehr schief gehen!


<- hier geht es zu dem vollen Versicherungsumfang und Abschlussmöglichkeit.

Zusammengefasst sieht das so aus:

-innerhalb der EU gilt die deutsche, gesetzliche Krankenversicherung

-außerhalb der EU braucht ihr eine Auslandsversicherung

-ab 6 Wochen und längerem Aufenthalt muss eine private Versicherung dazu

Wie kann man sich noch auf seinen Auslandsaufenthalt vorbereiten?

 

  1. noch einmal Check-up bei deinem Hausarzt
  2. eine Reiseapotheke mitnehmen
  3. kurz darüber nachdenken oder lesen was im Falle des Falles zu tun ist, hier zum Beispiel

Wie habt ihr euch noch vorbereitet? Wir würden uns freuen, wenn ihr eure Erfahrung teilt.

P.S.: Die Links sind Affiliate Links. Damit können wir Geld verdienen und uns diese Reise leisten, wenn ihr über diesen Link eure Versicherung abschließt. Für euch entstehen KEINE Mehrkosten. Wir danken euch!

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Was kann man im Notfall Unterwegs tun?

Manchmal neige ich, Sandra – klar, dass das die Frau schreibt – zu leicht hypochondrischen Zügen. Deswegen bereite ich gern Dinge vor. Dann bin ich beruhigt und mein Hirn weiß welchen Plan es wann abrufen muss. Es funktioniert zwar auch spontan, aber verbraucht dann definitiv mehr Ressourcen.

Das ist alles nicht wichtig, sondern nur Rechtfertigungen. Ich bereite mich gern vor. So. Punkt!

 

Wenn es dir auch so geht, dann lies jetzt weiter. Wenn nicht, dann suche dir doch einen anderen Artikel auf unserer Seite aus.

 

Die Reiseapotheke

erste Hilfe Kästchen

Hier die Dinge, die ich immer dabei habe:

  • Magen-Darm Mittel
  • Schmerzmittel
  • Pflaster

Zusätzliche Dinge für Orte ohne Apotheke:

  • Wund- und Heilsalbe
  • Verbandszeug
  • Desinfektionsmittel
  • Breitbandantibiotika

Eure regelmäßigen Medikamente nicht vergessen!

Impfungen

Natürlich auch ein sehr wichtiger Punkt der Vorbereitung! Ich habe schon verschiedene Sachen gelesen, manche lassen gleich alles Impfen, manche gar nichts. Der Mittelweg erscheint mir wieder das Beste zu sein. Für uns zumindest.

Wenn man sich nicht zu viel impfen lassen möchte, dann sollte man wissen, wohin man reist. Denn dann kann dir dein Hausarzt weiterhelfen oder das Tropeninstitut. Auch im Globetrotter bietet Beratung und Impfungen an.

Wichtig ist rechtzeitig anzufangen, da manche Impfungen aus mehreren Teilen bestehen.

Was tun, wenn unterwegs etwas passiert?

kleine Verletzungen

Kleine Verletzungen passieren schnell. Wir sind sportlich sehr aktiv, beim Klettern, wandern oder was auch immer, bekomme ich schnell Risse und Schürfwunden. Unterwegs sollte man sie etwas genauer versorgen als zu Hause. Und darauf achten, wenn eine Verschlechterung eintritt. Wenn sich eine Entzündung ausbreitet, ist der Spaß definitiv vorbei.

 

  1. Schürfwunden

Kleine Sachen sollten desinfiziert und verklebt werden, mittels Pflaster oder steriler Wundkompresse. Alles was stark und länger blutet, muss von einem Arzt untersucht werden.

 

  1. Magen-Darm Infekt

Das ist etwas wirklich Lästiges. Vor allem im Gebirge, im Nirgendwo. Aber ich drücke meinen kleine Hypochonder runter und weiß: Ruhe, viel trinken und alles-muss-raus. Nach 3 tagen sollte alles vorüber sein, sonst gilt wieder: Ab zum Arzt.

 

  1. Verstauchungen

Mein Knöchel und ich sind nicht die besten Kumpels. Meine Schuhe und ich schon! Wenn man trotzdem Umknickt oder sich sonst ein Körperteil verstaucht hilft auch Ruhe, kühlen und einreiben, zum Beispiel mit Arnikasalbe. Für uns Kügelchen freunde: da hilft auch Arnika.

 

Arzt-Sehnsucht

Wenn man das Gefühl hat, dass es ernst wird, dann ab zum Arzt. Lieber einmal mehr nachgefragt, als länger krank.

Bei Fieber, anhaltendem Schwindel, Entzündungen, Knochenbrüche braucht es keinen Moment der Zögerung. Ab geht es zum nächsten Arzt und lasst uns daran teilhaben: In welchem Land wart ihr und wie war die Behandlung?

 

Mit unseren Erfahrungen und Erzählungen machen wir den ängstlichen unter uns Reiselustigen sehr viel Mut! Es gibt überall Ärzte und liebevolle Menschen!

 

Notfall To-do-Liste im Ernstfall

 

Krankenwagen anrufen! Ich habe einen kleinen, schlauen Zettel im Handy mit den Notfallnummern. Danach dem Kranken das Händchen halten.

Wenn währenddessen oder später Zeit ist:

Die Reisekrankenversicherung hat einen 24/7 Service, den könnt ihr anrufen, wenn ihr erfahren wollt, welches Krankenhaus die Leistung anbietet, die eure Krankenversicherung abdeckt. Außerdem wie die Behandlung verrechnet wird. In der Regel kann man aller drei Monate die Belege einreichen und bekommt sein Geld zurück erstattet. Große Sachen wie OP, Rücktransport oder komplizierte Behandlungen regelt die Versicherung direkt mit dem Krankenhaus.

Wie überall im Ausland gilt, freundlich sein und reden, reden, reden. Dann wird dir geholfen und die Reise kann geschwind fröhlich weitergehen.

 

Irland – Éire

Kennt ihr die Angst vorm Wasser? Schwimmen, Baden, manchmal auch rutschen mag ich zwar gern, aber auf so einem Schiff plus Seegang hab ich doch die Buxe ein bisschen voll. Ich mag nicht herausfinden, wie weit ich wirklich schwimmen kann. Oder eben auch nicht. In Irland haben wir mit einem Hausboot den Fluss Shannon abgeschippert. Das war schön und spannend, vor allem die vielen Schleusen oder wenn Gegenverkehr kam. Allerdings trafen wir auch auf einen nicht ganz kleinen See, den Lough Ree. Genau dort war die Spannung ein bisschen sehr groß. Lough Ree ist einer der Seen, den der Shannon durchfließt. An diesem Tag gab es ein paar mehr Wellen, die unsere kleine Nussschale bewältigen musste. Ich gebe zu, mir war etwas schlecht. Doch eher vor Angst. Die Wellen waren nicht so hoch oder das Wetter so schlecht. Es war ein recht kleines Boot. Und mal ehrlich, wirklich Ahnung hatte doch keiner von uns. Es gab zu Beginn eine Einweisung und eine Testfahrt, die man halbwegs bestehen musste. Ob man da wirklich durchfallen konnte, weiß ich nicht. Jedenfalls war mein Vertrauen in die Fahrkünste meiner Mitreisenden nicht endlos. Herr T und Frau B haben dann auch noch ein bisschen lauter miteinander gesprochen, das ist nicht gerade beruhigend. Sicher hätte ich das schwimmen können. Vielleicht. Irgendwie bleibt die Angst trotzdem vor diesem großen, mächtigen Element Wasser.

Wir sind jedoch heil und gesund angekommen. Entlang des Shannon wurden im Mittelalter zahlreiche Burgen gebaut, so dass wir immer ein kleines Ausflugsziel hatten, wenn wir unsere gigantisch – professionellen Anlegemanöver hinter uns hatten. Die Burgen waren dann später doch immer recht ähnlich was aber wirklich immer schön anzusehen war sind die Steinhäufchen, Steintürme und Steinmauern. Das verbinde ich definitiv mit Irland und es gehört dahin.

Bild von Heiko – Photohandwerk

 

Nach einer Woche Boot schippern, haben wir uns noch ein Mietauto gegönnt und die tolle Gastfreundschaft in den Bed and Breakfasts genossen. Obwohl das Frühstück nicht meins ist, es ist recht herzhaft durch die Hausmannskost. Es gibt auch einen süßen Anteil, beziehungsweise der Porridge wird mit Zucker gereicht. Doch Teil 2 des opulenten Mahls sind Schweinswürste, Speck, Ei und Brown Bread. Zu trinken gibt es Orangensaft, aber auch schwarzen Tee und für die Touris Kaffee mit Pressfilter – das ist bekanntlich Geschmackssache. Das mit dem Tee haben die Iren echt drauf, leckerer Assam aus Nordindien. Sie haben sogar einen höheren Verbrauch als Großbritannien.

Nun haben wir also die Insel mit dem Auto unsicher gemacht. Das war schon wieder echt gefährlich, da man das Rechtsfahrgebot aus Deutschland nicht einfach ablegen kann. Auch das Schauen vor dem Straße überqueren ist so eingespeichert, dass wir gut aufeinander aufpassen mussten. Immer wieder haben wir als Erstes nach links gesehen, das hilft einem hier allerdings nicht viel, denn die Autos kommen als Erstes von rechts. Auch hier ging immer alles gut. Wir konnten mit dem Auto schöne Städte ansehen, ich liebe diese bunten Häuser.

Bild von Heiko – Photohandwerk

Die Highlights Cliffs of Moher, Dingle, Ring of Kerry und zahlreiche Destillerien haben natürlich nicht gefehlt.

Bild von Heiko – Photohandwerk

Nicht zu vergessen sind die Pubs! Tolles Feeling, wahnsinnig nette Menschen und lecker Essen. Und das Feeling, hab ich euch davon schon erzählt? Sehr urig und warm, immerzu Musik, singende und tanzende Iren. Einfach toll und locker.

In Irland kann man also vieles haben.  Ruhe, Landschaft, frische Luft, Bewegung, Tiere, aber auch schöne Städte, nette und offene Menschen.

Dublin haben wir bei Ankunft und Abfahrt ein wenig erkundet. Das ist natürlich eine klassische Großstadt mit vielen Menschen (527.612 um genau zu sein), einer Rush-Hour bei der der Verkehr zusammenbricht und Teenies in der Einkaufspassage.

Hiermit also wieder eine Empfehlung an alle dieses tolle Land einmal zu besuchen. Einfach ist es auch, da Irland zur EU gehört, die Währung ist Euro und die Ein- und Ausreise mehr als einfach. Man hat noch nicht mal einen Stempel in seinem Reisepass. Es gibt sicher andere Erinnerungen, die man mitnehmen kann.

Hier noch ein paar Impressionen. Vielen dank an Heiko, dem Fotografen der Reise.

Zuletzt noch ein Tipp als Reisebegleiter: