Mit Hund auf Weltreise Teil 2

Wir nehmen  unsere  Hündin Katie mit  auf die Weltreise. Nach einem Telefonat mit Günther Wamser war die Entscheidung endgültig gefallen. Er ist seit mehreren Jahren mit Tieren, Hunden und Pferden unterwegs. Es ist möglich! Natürlich mit Einschränkungen und manchmal auch mit kleinen Hindernissen, die jedoch überwunden werden können. Wir wollen uns dem stellen und Katie an dem schönen Abenteuer teilhaben lassen.

Ich habe Katie nun seit einem Jahr. Sie ist aus einem Tötungslager in Spanien nach Deutschland gekommen. Auf dem Pferdehof von Ise durfte sie weiter im Rudel leben und dort habe ich sie abgeholt. Sie ist eine liebe, streichel bedürftige, aber auch ängstliche Hündin. Keine Angstbeißerin, sondern eine „Weggeherin“. Das fordert mich jedoch sehr auf meine Körpersprache zu achten und Rücksicht zu nehmen.

Über diese Rücksicht bin ich auf die Idee gekommen, euch mal einen Einblick in mein Training zu geben. Ich trainiere seit 3 Jahren meine Tiere durch positive Verstärkung. Diese Trainingsmethode ist keineswegs neu oder eine Modeerscheinung, sondern schon seit ewigen Zeiten bekannt. Die Ursprünge liegen zum einen in der Biologie, wo Skinner mit der Konditionierung und Futter arbeitete. Das war 1938 , 1940 wurde bereits ein Hund für einen Film so trainiert und kurz darauf begann man mit dem Delphintraining. Daraus entstand in der Verhaltensbiologie die operante Konditionierung. Ein mächtiges Werkzeug in unseren Händen. Ein Referenzwerk dafür ist „Don´t shoot the Dog“ von Karen Pryor.

Als Katie zu mir kam, war sie sehr gut Leinenführig, aber wirklich mit gehen wollte sie nicht. Über die positive Bestärkung hatten wir schnell einen Draht miteinander und sie wusste schnell, was ich möchte. Damit stand unseren ersten Spaziergängen nichts mehr im Wege. Es sollte doch uns beiden Spaß machen. Jetzt stecke ich mitten im Training wichtiger Alltagsdinge und nun natürlich mit dem Blick auf unsere Reise, was da wohl alles wichtig sein kann. Natürlich können wir ganz leicht unterwegs trainieren, aber so ein bisschen Vorlaufzeit ist schon schön. Ein paar Kommunikationsprobleme haben wir nämlich doch entdeckt. Zum Beispiel habe ich eine furchtbare Körperhaltung für so ein schüchternes Tier. Das fällt eben besonders auf, wenn wir neue Dinge üben und sie unsicher wird. Dann quittiert sie mein nach vorn gebeugt sein sofort.

Was denkt ihr, was wir auf der Weltreise brauchen? Also Kommandos, Do´s and Don´ts?

Momentanes Projekt ist: Konzentration/Aufmerksamkeitssteigerung, warten, „sag-hallo“ und Platz. Zur Abwechslung ist heute noch ein Slalom entstanden. An der selbst gelaufenen 8 verzweifeln wir noch ein bisschen.

Alex Projekt: Zuverlässiges hören und kommen auf Pfiff.

Hund hinter Mann
Hintendran laufen musste auch geübt werden.

 

Bald gibt es mehr davon. Auch Trainingswege und Ideen möchte ich weiter mit euch teilen. Habt ihr Interesse daran? Wer reist denn schon mit Hund und was habt ihr für Erfahrungen gemacht?

Lasst uns daran teilhaben. Viele Grüße, Sandra und Alex

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