Auf die Hühner, fertig, trainieren!

Ein Erfahrungsbericht über das Hühnermodul 3 bei Nina Steigerwald soll das hier werden. Doch damit ihr auch versteht, worum es überhaupt geht, erkläre ich erst einmal,  was ein Hühnermodul ist.

Die Hühnermodule

Um für unsere Tiere ein besserer Trainer und Partner zu werden, müssen wir vor allem an uns selber arbeiten. Wir müssen unser sehen schulen, Entscheidungen treffen und reagieren können. Oft müssen all diese Dinge sehr schnell geschehen, denn schon kurze Zeit nach einem Verhalten des Tieres ist der Zeitraum vorbei, indem wir antworten können.

Wenn unser Tier ein gewünschtes oder nicht gewünschtes Verhalten zeigt, müssen wir ihm sagen, ob es richtig oder falsch war. Dafür gibt es verschiedene Herangehensweisen. Wenn man zu Nina fährt, hat man sich wahrscheinlich schon vorher mit dem positiven Training beschäftigt oder gar dafür entschieden.

Nun zu den Hühnern

Wer zu Nina fährt, möchte also ein besserer Trainer werden. Warum denn nun die Hühner? Die Module und dieses Trainingskonzept sind in Amerika bei den bekannten Trainer Bob Bailey entstanden. Ihm kam die Idee, dass Hühner Alltags fern genug sind, um mit ihnen emotionslos trainieren zu können. Außerdem bedeutet es dem Huhn nichts, was es bei uns gelernt hat und lebt sein Leben nach dem Training einfach weiter.

Hühner sind auch noch sehr schnell. Der Trainerblick wird ultimativ geschult, entscheiden und reagieren muss sehr schnell gehen. Nina nennt das Hühner Training die ADAC Teststrecke. Das bedeutet, es geht wirklich nur um uns und nicht um das Huhn. Wir können uns ausprobieren, auf uns konzentrieren, um alle möglichen Fähigkeiten verbessern zu können

Die Module

Wie und was ein Trainer am besten lernen soll und in welcher Reihenfolge ist durch die Module festgelegt. Es gibt insgesamt 5 Module. Ein Modul dauert 5 Tage, danach hat man sein Huhn sehr lieb. Oder auch nicht. In der Pfanne ist jedoch aufgrund des Trainings noch keins gelandet.

Ziel der Module ist dem Trainer einen Tool-Koffer mitzugeben, um mit einer Trainingsvielfalt in der realen Welt, den realen Tieren ein guter Trainer sein zu können. Mit den Hühnern erlebt man die Lerntheorie und Lerngesetze live und in Stereo. So lassen sie sich sehr gut verinnerlichen.

Um optimal lernen zu können wechseln sich Theorie und Praxis regelmäßig ab. Strategien werden immer wieder neu besprochen, Pläne geschrieben und Statistiken analysiert. Mit den neuen Plänen geht es dann wieder an die Hühner. Danach wird besprochen, was geschehen ist, um das schnelle Training verarbeiten zu können. Pausen sind also sehr wichtig!

In der Übersicht sehen die Module so aus, am Ende findet ihr den Link zu Ninas Terminkalender:

Modul1 Timing, Kriterien, Belohnungsrate

Modul2 Trainingskriterien

Modul3 Signalkontrolle

Modul4 Ketten und Dauer

Modul5 Unterrichten

Terminkalender

 

Das Modul 3 – Signalkontrolle: Verhalten zuverlässig auslösen

 

Wer selber trainiert, egal mit welchem Tier, weiß vielleicht schon wie schwierig und bedeutsam das Signal ist.

Ich hatte ja keine Ahnung!

Dieser Kurs startete, wie alle anderen auch, mit einer Vorstellungsrunde aller Teilnehmer. Es ist wieder ein bunt gewürfelter Haufen aus Hunde- und Pferdetrainern, aus dem privaten und beruflichen Bereich. Im 3. Modul wissen eigentlich schon alle ziemlich genau warum sie da sind. Alle wollen besser werden.

Wir starten mit der Theorie, was Signale eigentlich sind, was Signalkontrolle bedeutet und wie man sie trainiert.

In den ersten Praxiseinheiten lernen wir unsere Hühner kennen und arbeiten mit ihnen am Targetpicken. Was für Nina und Linda Alltag ist, ist für die meisten Teilnehmer Ausnahme. So müssen wir uns erst wieder rein finden und wachclickern.

Wir müssen uns wieder auf die Schnelligkeit der Hühner einstellen und selber sehr genau arbeiten. Wir benötigen definitiv ein zuverlässiges, mittiges Picken auf das Target. Bekannt ist das schon aus Modul 1 und auch die ersten Stolpersteine, die auftreten, sind schon bekannt.

Doch da wir schon in Modul 3 sind, wissen wir, was wir gegen Fehler tun können. Das ist sehr motivierend.

Es ist nicht immer einfach das schnelle picken zu beobachten und zu entscheiden, wie man als Trainer reagieren muss UND dann auch noch die Reaktion ausführen. Doch genau das brauchen wir für die Aufgaben, die uns im Modul 3 erwarten. Entscheiden OB und WIE wir reagieren.

Es gibt bestimmte Aufgaben, die wir mit unserem Huhn trainieren. Doch es geht nicht darum, ob das Huhn am Ende die Drehungen auf dem Tisch um sich selber schafft, sondern nur darum, was du als Trainer lernst. Deine Fähigkeiten sollen besser werden, deine Technik schneller und deine Entscheidungen klar und strukturiert.

Trotzdem ist es toll, wenn es klappt, wie ihr hier sehen könnt: Video von Corinna?

Das Ziel in diesem Modul ist, dass das Verhalten nur noch auf Signal gezeigt wird. Wir haben also mit dem Tier ein Verhalten trainiert, das prompt und zuverlässig gezeigt wird. Nun soll es das Tier nur noch zeigen, wenn ich ein Signal gebe. Dafür muss man das willkürliche Verhalten ‚löschen‘, das Tier also so lange probieren lassen, bis es innehält und fragt:“Hä?“.

Dann führe ich das Signal ein. Wenn das Verhalten daraufhin gezeigt wird, wird es wieder belohnt. Das muss nun wieder konsequent durchhalten. Spontan fallen mir so viele „aber wenns“ ein, dass das hier den Rahmen sprengt.

Darum haben wir im Kurs 5 Tage zeit für ein Modul. So kann man alle Einzelheiten kennen lernen, ausprobieren und festigen. Training ist ein Handwerk, wie Nina immer wieder betont, das man üben muss. Üben bedeutet wiederholen.

Die Einheiten werden zwischendurch immer wieder besprochen und analysiert. Und es gibt sogenannte Trockenübungen. Die Trainerspiele.

Wir benötigen eine Kontrolle über Verhalten, zum Beispiel aus Sicherheitsgründen. Der Polizeihund soll doch bitte nur auf Kommando Fass oder wirf ihn um machen, nicht wahr? Unser Pferd zeigt immer und überall seinen spanischen Schritt? Super, wenn es dem nächsten Besucher die Hufe um die Ohren haut.

Menschen die mit Tieren arbeiten und ihr Geld verdienen, müssen sich sicher sein, dass ein Verhalten kommt, wenn sie es brauchen. Das Verhalten muss also Abrufbar sein. Bis dahin soll das Tier aber nicht betteln und zeigen was es kann, sondern ruhig warten.

Trainerspiele – bist du das Huhn?

Zwischen den Wiederholungen und den Besprechungen und der Theorie (das klingt irgendwie anstrengend, lasst euch davon nicht abschrecken), gibt es die sogenannten Trainerspiele. Dabei kann sich einer in das Tier einfühlen und der Trainer kann fern vom Tier Trainingsideen ausprobieren.

Die Aufgaben sind an das aktuelle Training angelegt, sodass es auch dabei tolle Aha-Effekte gibt. Danach können wir unsere Pläne anpassen, mit denen wir wieder ans Tier gehen können.

Hast du ein Huhn zu Hause?

Nun habe ich kein Huhn als Haustier, sondern einen Hund. Was hilft mir also das Hühnergehopse, wenn mein Hund doch nicht auf den Tisch passt?

Mithilfe der Hühner habe ich Trainingsmethoden gelernt, kann Pläne entwerfen und mich selber gut reflektieren. Somit kann ich meinem Hund (oder was auch immer ihr so zu Hause habt) besser zeigen, was ich möchte. Meine Fehler werden geringer, was weniger Frust für das Tier bedeutet.

Wenn ich diese ganzen Fehler mit meinem Tier gemacht hätte, die ich bei dem Huhn gemacht habe, dann würde unsere Beziehung sicher sehr schwierig werden. Außerdem bin ich emotional sehr verbandelt mit meinem Tier. Die Bewertung mancher Trainingssituationen ist so nicht neutral genug, besonders wenn man noch lernt.

Das Huhn geht nach dem Training einfach wieder seiner Wege. Und ich auch.

Hund und ich haben ein reines Konto und können motiviert und mit mehr Wissen meinerseits in ein gutes Training starten. Sicher gehört wieder eine Portion Gehirnschmalz dazu das gelernte zu übertragen. Aber Gott sei Dank konnten wir schon während des Moduls mit Nina ein paar Praxisbeispiele in der Realität durchsprechen.

Ich hoffe, ihr konntet einen guten Einblick gewinnen, worum es geht. Wenn ihr selber Lust habt, meldet euch über Ninas Website für einen Kurs an. Es lohnt sich!

Nina Steigerwald – Website

p.S.: Den Hühnern geht es übrigens blendend auf Hof Steigerwald, denn sie dürfen immer draußen sein. Freiland mit viel Bewegung. Ich wusste nicht, wie viel sich Hühner bewegen, total irre! (Irre Toll!!!)

In unserem Training können sie sich extra Futter verdienen und bekommen am Tagesende eine große Portion Quark.  Dann dürfen sie wieder frei umher strolchen. Ein tolles Hühnerleben.

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Die Landwirtschaft und wir – eine never ending Story!

Ich weiß nicht, ob ihr es schon wusstet…die Landwirtschaft bedeutet uns sehr viel. Ein Großteil unserer Gespräche drehen sich darum. Egal wo wir lang kommen oder was wir machen, Alex erkennt und benennt die Böden, das Getreide oder die Rinder. Und schon sind wir wieder im Thema.

Natürlich reden wir auch viel darüber, da die Landwirtschaft auch unsere Zukunft ist. Irgendwann werden wir wieder einen eigenen Hof haben.

Doch wo und wie und was wollen wir machen?

Nun gibt es für mich noch viel zu lernen (für Alex auch, wann ist man schon einmal fertig mit lernen?) und gemeinsam entwerfen wir einen Plan, der ökologisch und biologisch gut ist. Wir wollen so natürlich wie möglich arbeiten, die Natur schonen, die Böden fördern, eine tolle Ernte haben und möglich wenig chemische Belastung.

Genau dazu dient auch die Zeit, die wir hier miteinander haben. So viel Zeit, Eindrücke und Erfahrung, die uns in den Gesprächen voranbringen. So können wir unseren Plan ausarbeiten bis ins kleinste Detail, um genau richtig ansetzen zu können, wenn es mal so weit ist.

Das klingt natürlich super toll und nach top vorbereitet. Wir sind uns bewusst, dass dann immer noch genug Unwägbarkeiten kommen und das es sowieso immer anders läuft als geplant. Wir wollen uns jedoch sehr sicher und gefestigt sein, in unserem Ziel mit unserem neuen Hof.

Ich wünsche mir, dass das unser gute Beitrag für diese Welt sein kann. Das wir der Natur ein Stück zurückgeben können, was wir ihr schon genommen haben. Hoffentlich sehen es dann viele Leute, denen das etwas bedeutet, die uns unterstützen und auf diesem Zug mitfahren.

Denn wir sind natürlich keine Vorreiter. Es gibt schon so viele gute Ansätze von denen wir profitieren. Wir können bei solchen großen Unternehmen wie zum Beispiel Demeter spicken. Wir holen uns Ideen bei der Permakultur ab. Auch im Tierbereich hat sich viel getan, sodass es schon einige Milchbetriebe gibt, die die Kälber bei den Kühen lassen und mit den geringeren Ertrag rechnen.

Genau diese Ideen wollen wir sammeln und für uns den richtigen Weg finden. Natürlich müssten wir meinetwegen keine Milch und /oder Fleisch herstellen. Aber die Welt möchte und meint, dass sie diese Produkte braucht. Deswegen finde ich es nicht sinnvoll, wenn ich mich hinstelle und sage Nö, machen wir nicht, weil ihr braucht das  nicht. Wer bin ich denn, dass ich das festlegen könnte? Das muss jeder für sich selber entscheiden.

Deswegen ist unserer Ansatz, dass wir es so gut wie möglich für die Umwelt, so Tierfreundlich wie es geht (Ich liebe Kuhkomfort!) umsetzen wollen. Die Balance zu finden, dass man trotzdem davon leben kann, ist schwer. Denn die großen Betriebe legen da ein Tempo, eine Technik und auch einen Preis vor, für kleine Betriebe, bleibt da nicht viel.

Die großen Flächen und Tierbestände haben jedoch Nachteile, denen man deutlich entgegensteuern muss!

Inspiriert zu diesem Artikel hat mich übrigens ein Telefonat. Familie Neumann hat mich ausgefragt über unsere Reise und Vorreise Planung und Entscheidung. Während ich ihnen ein Ohr ab kaute, ist mir bewusst geworden, wie viel sich um die Landwirtschaft dreht. Schon von Anfang an und die ganze Zeit. Also für uns.

Dann war ich mir gar nicht sicher, ob das hier schon so herausgekommen ist. Deswegen habe ich mir gedacht, teile ich mit euch unsere Gedanken, Pläne und Träume. Für mich war das irgendwie so klar, aber unsere Gedanken, explizit zu dem Thema habe ich meiner Meinung nach so noch nicht aufgeschrieben.

Momentan steckt Alex auch in der Ernte in einem großen Betrieb. Wir können wieder viel beobachten und Analysieren. Natürlich gibt es da tolle Technik, die wirklich sehr angenehm ist. Der John Deere 8530 mit stufenlosem Getriebe ist wundervoll für Alex Knie, das nicht so belastet wird, da er nicht schalten muss.

Oder die Mähdrescher, wo der Fahrer nur drin sitzt und aufpasst, da der Drescher allein fährt! Sicher ein Fluch und Segen zugleich.

Technik hilft viel in der Landwirtschaft, aber die Basics sollten nicht vernachlässigt werden. Wenn die Elektronik mal kaputt ist oder ausfällt aus irgendwelchen Außerirdischen Gründen, was ist dann? Von den Reparaturkosten einmal abgesehen? An unserem alten Traktor oder an unserer Super Hokey (Ihr erinnert euch – unser Auto?) kann Alex so viel selber reparieren und bauen, das geht mit der Technik nicht mehr. Das muss kosten technisch natürlich drin sein.

Ansonsten hat der Betrieb Riesen Getreideschläge. Wirklich riesig. Man kann das Ende nicht sehen. Doch was bedeutet das für den Boden? Es gibt Verwehungen, dass der Boden immer weniger wird. Das wird dann künstlich wieder aufgeschüttet. Die Qualität der Ernte leider, da bei den derzeitigen Wetterbedingungen spät geerntet werden kann.

Was wir auch beobachtet haben, dass das Wild, das in den Feldern gelebt hat, bei der Ernte ziemlich ratlos ist, wohin. Denn die Felder sind so groß und der nächste Wald so weit weg, dass sie nicht wissen, wie sie dahin kommen sollen, wenn überall laute und große Maschinen sind. Und überhaupt, nun haben wir ihr Haus eingerissen, was wird denn aus ihnen? Viele kleine Füchse und Rehe haben wir getroffen. Darüber machen wir uns momentan Gedanken, wie man es für die Tiere gestalten kann. Für Ideen und Gedanken sind wir natürlich offen.

Im Gegensatz dazu hat uns Irland und Wales sehr gut gefallen. Kleine Schläge (große gab es natürlich auch, aber Irland sehr sehr selten, in Wales schon mehr), dazwischen Hecken oder Mauern. Ja sicher bedeuten Umrandungen auch Schatten und geringerer Ertrag, aber was haben wir davon, wenn wir die Natur ausbeuten und kaputt machen für immer mehr und mehr. Wir haben so viel und ernähren damit noch nicht mal die ganze Welt (obwohl wir es könnten!). Das ergibt doch alle keinen Sinn!

Jedenfalls, zurück zum Thema. Irland und Wales hat auch kleine Schläge und große Technik. Das funktioniert auch. Die Milchkühe dürfen auch jeden Tag raus, das ist gut für Kuh und Milch. Klar macht es Arbeit, aber immerhin wollen wir etwas von den Tieren und wir sollten doch eigentlich auch gute Milch wollen, oder nicht?

Der Betrieb in Wales jedenfalls hat sich die Mühe gemacht und alle 300 zu melkende Tiere durften jeden Tag raus, das war wirklich sehr schön!

Was ist uns noch wichtig für unseren eigenen Hof?

So blöd das vielleicht klingt, aber es soll noch genügend Zeit für uns sein! Unsere Beziehung ist uns sehr wichtig. Eine Beziehung braucht Pflege, Zeit und Liebe. Das gehört für uns dazu und wird einfach ganz nüchtern in den Betriebsplan mit eingerechnet.

Klar, Alex kommt nahezu ohne Schlaf aus, ich jedoch nicht. Auch für ihn sollte das natürlich nicht Ziel, bis ewig zu ackern. Das Ziel ist unser Bauernhof Leben leben zu können, mit allem was dazu gehört. Wir also ebenso.

Auch die Vernunft hat schon angeklopft. Was ist, wenn Alex mal krank oder verletzt ist? Es sollte also tatsächlich nur so viel Arbeit sein, dass ich sie auch eine Weile allein bewältigen kann.

Wahrscheinlich kommt sowieso alles anders als gedacht und geplant. So ist es ja die ganze Zeit bei uns. Nichtsdestotrotz sind das die Gedanken und Gespräche die bei uns so stattfinden.

So, nun muss ich aber los. Ich werde Alex im Traktor Gesellschaft leisten. Vielleicht darf ich auch mal selber fahren. So 400 PS sind bestimmt toll unterm Popo!

 

Bleibt fröhlich und bis bald!

Du hast Reisefieber – was tun?

Wenn man einmal angefangen hat die Welt zu erkunden, dann hat man meist nicht so schnell genug davon. Immerhin ist die Welt sehr groß und vielfältig und schnell geht sowieso nichts.

Man muss erst einmal den Ort erreichen, dann sollte man eine Weile bleiben und dann…ja, dann kann man weiterziehen oder wiederkommen.

Das ist doch sowieso das Schönste, entdecken und eintauchen. Das Neue bis in die Zehenspitzen fühlen.

Die meisten von uns müssen natürlich wieder nach Hause, einer stationären Arbeit nachgehen oder sich um die Lieben kümmern. Was ist, wenn man kurz nach der Rückkehr, schon wieder Hummeln im Pops hat? Und Zappelfüße?

Schön ist es zu Hause, doch allzu bekannt. Man freut sich über jede fremde Sprache, die man aufschnappt. Das Obst kann gar nicht exotisch genug sein. Dann hat man ziemlich wahrscheinlich Fernweh, Reisefieber und akute Neugier.

Neues entdecken, erleben und lernen. Seine Komfortzone verlassen, Erfahrungen sammeln und herausfinden.

Marokko

Manchmal gibt es natürlich Stolpersteine. Viele sagen es seien nur Ausreden, aber im Ernst. Manchmal kann man einfach nicht los. Arbeit, Familie, Geld, Zeit oder alles zusammen, kombiniert und wasweißich.

Wenn ich nicht weiter weg kann, aus Zeit und Geld Gründen zum Beispiel, dann erkunde ich gern die eigene Heimat. Auch da gibt es noch allerlei zu entdecken. Oder einfach mal die Schönheit zu Hause genießen und wertschätzen. Zum Beispiel die Altmark oder die sächsische Schweiz, Tschechien und was auch immer bei euch in der Nähe ist.

Wir haben nun festgelegt, dass wir in unserer Heimat sein müssen, um unsere Familie zu unterstützen. Ok. Aber mein Herz klemmt und mein Kopf schmiedet Reisepläne.

Deswegen habe ich eine Entscheidung getroffen, beziehungsweise wir. Ich kann natürlich nicht einfach so abhauen.

Aber ich werde reisen!!!!Juchhu!!!

Wir haben Zeitfenster gefunden, wo ich weiter entdecken, unterwegs sein und die Zappelfüße bewegen kann. Also bleibt dabei, bald sag ich euch, wo und wann es hingeht. 

Lust auf ein Rätsel? Ok:

Es ist nicht heiß. Es gibt dort große Tiere und viel Wald. Es ist gar nicht so weit weg. Ich war schon einmal da.

Rätselt doch einfach in den Kommentaren, ich löse bald auf!

Doch bis es losgeht ist noch einiges zu tun. Als Erstes bin ich ab morgen bis Sonntag auf Lehrgang bei Nina Steigerwald. Gemeinsam mit Hühner möchte ich mich als Clickertante verbessern und weiterentwickeln. Das wird sicher wie immer spannend und Kopf füllend. Bilder und Bericht wird dann sicher nächste Woche veröffentlicht.

Danach komme ich dann zur Reiseplanung. Wie ihr sicher schon festgestellt habt, ändern sich unsere Pläne ziemlich oft. Deswegen sollte ich vielleicht gar nicht so viel davon sprechen. Wir werden jedoch nach der Hühnerwoche festlegen, wann und wie es in mein Reiseland geht. Das ist auch Planung, oder?

Das ist auch mein Tipp an euch. Wenn ihr das Gefühl habt wieder raus zu müssen, durch schnaufen, die Augen entspannen oder einfach mal so. Dann wälzt euren Terminkalender und nutzt den nächsten freien Zeitraum.

Auch ein Tag ist vollkommen ausreichend. Steht doch einfach zeitig auf. Wer um sechs Uhr schon startet hat mehr davon. Dann ist es möglich bis Abends 22 Uhr irgendwo zu sein, Entspannung, Abwechslung oder oder oder zu betreiben. Trotzdem kann man am nächsten Tag wieder auf Arbeit sein.

Und zwar mit einem fetten grinsen, Elan und Motivation! Ein ganzer Tag ist manchmal besser als krampfig eine Woche so halb, weil es eigentlich nicht richtig passt oder das Geld fehlt.

Wenn es an Zeit und Geld jedoch nicht scheitert, dann ist eine Woche natürlich noch toller. Am besten das Handy auslassen (früh zur kurzen Familienkontaktaufnahme einschalten) und eine extra Kamera mitnehmen. Die Zeit für sich und die eigenen Gedanken nehmen. Bewusst atmen und sehen.

Genau das ist mein Ziel dabei. Auf mich selber konzentrieren und meine Angst vor dem Allein-reisen überwinden. Denn ich war noch  nie allein im Ausland. Zumindest kann ich mich nicht daran erinnern.

Ich bin gespannt auf die Zeit und ich hoffe ihr begleitet mich, damit ich nicht ganz so allein bin! 

Bis bald! Bleibt fröhlich!