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Sport auf Reisen

Auch wenn man unterwegs ist, ist es wichtig sich um sich selbst zu kümmern. Für mich gehört dazu auf jeden Fall Sport, wenn ich regelmäßig Sport mache fühle ich mich einfach besser. Prinzipiell bin ich jeden Tag mindestens zweimal an der frischen Luft unterwegs. Katie muss und soll natürlich raus. Auch sie braucht regelmäßigen Auslauf, um gesund zu bleiben.

Doch diese Runden genügen mir nicht. Im “Alltag” oder während einer längeren Reisestrecke nehme ich mir oft keine 2 Stunde pro Runde. Das hat viele Gründe. Einerseits bin ich ein bisschen knülle, andererseits möchten wir vielleicht vorankommen oder ich muss eben Arbeiten. Das ist leider einer der Schattenseiten der Computerarbeit. Ich sitze. Meist drin. Katie guckt traurig.

Wenn sich eine gewisse Routine eingestellt hat, dann bin ich auch große Runden unterwegs. Das merkt man dann auch sofort Katie an, die zufriedener rumliegt, wenn wir wieder zu Hause sind. Dabei können wir die Gegend erkunden, lernen natürlich andere Leute mit Hunden kennen und haben unsere Bewegung für den Tag rein.

Doch auch diese kleinen Wanderungen genügen mir häufig nicht. Allerdings war ich noch nie lange allein wandern, daran arbeite ich gerade. An der Geduld und den Mut alleine loszuziehen und in unbekannte Gebiete vorzudringen. Auf meiner Liste steht: Karten besorgen, mehr Menschen nach dem Weg und Sehenswürdigkeiten fragen. Alex ist ja bekanntlich der Fragebär. Ich bin ja doch ein bisschen schüchtern.

Doch regelmäßig Sport zu machen, während man reist, ist nicht einfach. Man muss sich selbst ein bisschen zwingen loszulegen und nicht irgendwelche ausreden zu finden. Natürlich muss es auch die passende Sportart sein. Nicht überall findet man ein Fitnessstudio. Sofern man denn Fitnessstudios mag.

Ich habe hier mal ein bisschen gesammelt, was für uns gut unterwegs und mit Hund funktioniert. Abwechslung steht bei mir immer ganz oben, weil mein Schweinehund sonst gewinnt und mich zum Lesen überredet.

Fahrrad fahren als Sport

Ich rede jetzt nicht von Rennrad oder Mountainbiken, sondern das Fahrrad als Transportmittel. Für mich gehört es jedoch zu Sport, den ich gemeinsam mit Hund machen kann. Außerdem lässt es sich mit Erledigungen verbinden. Wir hatten kleine Startschwierigkeiten, was das am Fahrrad laufen angeht. Doch nun klappt es schnüffel frei.

Dabei schaffen wir schon 10 km. Man merkt Katie den Trainingseffekt an: tolle Muskeln und super Kondition.

Einen Nachteil gibt es jedoch. Wir haben kein Fahrrad dabei und ich will nicht schon wieder abhängig davon sein, ob es wo auch immer wir landen, ein Fahrrad gibt. Vor allem eines, das fährt und auf das ich darauf passe. Naja, da gibt es sicher noch mehr wenns und vielleichts. Ich möchte einen Sport machen, den ich unterwegs machen kann, und zwar ohne Wenn und Aber.

Inline Skaten all over the world

Schon immer bin ich gern mit den Skates umher gedüst. In der Stadt, an der Elbe, gar kein Problem. Fast alle Straßen und Radwege sind ausgebaut und gut asphaltiert. Doch dann hört es schon auf. Das ist echt doof.

Deswegen habe ich mich auf die Suche begeben und nach Cross Inline Skates gesucht. Ich dachte ja diese Langlaufski Dinger. Das waren die, die ich kannte. So richtig Lust hab ich darauf allerdings nicht und auch die Erfahrungsberichte haben mich darum bestätigt, dass es sich nicht im Inline Skating handelt.

Bei der Recherche sind mir jedoch Cross Inline Skates begegnet, die mich sofort begeistert haben. Natürlich haben mich die Preise wieder auf den Boden der Tatsachen geholt. Einfach welche kaufen ist nicht drin.

Ein paar Wochen und sehnsüchtige Videos später, kam der rettende Einfach von Alex. Gibt es denn keinen Verleih dafür? Natürlich nicht, dachte ich. Ha, weit gefehlt. Gibt es doch, und zwar mit super Support! Ulrich Rüger hat alles was das aktive Sportlerherz begehrt im Verleih.

Somit konnte ich nun ein Wochenende die Cross Skates von Powerslide testen. Die luftgefüllten Rollen sind 125 mm groß und der Schuh aus festem Kunststoff. Gepolstert ist er durch einen dicken Innenschuh. Mit der richtigen Größe hatte ich einen guten halt und ein tolles Fahrgefühl.

Zwei Ratschen und einmal Schnürsenkel gibt es, um den Schuh zu verschließen. Für mich haben die Schnürsenkel keinen Sinn ergeben.

Im Wald konnte ich hier leider nicht fahren, die Spuren waren einfach zu schmal und die viele kleinen Stöcke und Tannenzapfen, plus partiell weicher Sandboden, haben die Skates dann doch nicht geschafft.

Unterwegs jedoch habe ich den Unterschied zu normalen Inklineskates deutlich gespürt. Keine Rille und kein Straßenbelag hat mich gestört. Das ist wirklich toll und macht irre viel Spaß. Somit kann man eigentlich überall fahren, außer du wohnst direkt im Wald oder an einer Schnellstraße.

Außerdem kann man die Skates fast überall einpacken. Für uns im Auto natürlich gar kein Problem. Im Rucksack würde ich es nur für kurze Strecken machen.

Joggen

Neulich habe ich mir endlich wieder Laufschuhe zugelegt. Dabei habe ich darauf geachtet, dass sie “normal” aussehen. So kann ich sie auch im Alltag anziehen. Eigentlich war es ein Frustkauf, denn ich hatte die faxen dicke vom herumsitzen oder herumspazieren. Ich wollte mich mal wieder auspowern. Also bin ich los geflitzt. Das tat gut! Aber so ein richtiger Läufer bin ich nicht. Immer mal wieder genügt mir.

Krafttraining

Oft sieht man uns auf Wiesen rumkullern oder an Ästen hängen. Kopfstand, Handstand, Liegestütze, Planken, Klimmzüge. Das kann man überall machen. Auf Wiesen oder im Hotel- /Pensionszimmer, sogar am Strand.

Wer nur auf so etwas abfährt, dem kann ich die TRX Bänder empfehlen. Kleines Gepäck mit großer Wirkung. Dein ganzer Körper wird damit stabilisiert und trainiert.

Das Gerät und das passende Buch zum Training

Yoga

Auch Yoga geht überall und ist echt ganzheitlich. Kraft, Ausdauer, Dehnung und dein Innenleben wird damit angesprochen. Geht auch überall und macht von Innen heraus super glücklich! Mein Ansporn dazu ist die Dehnung. Nach Fahrrad fahren oder Inline skaten benötige ich Dehnungsübungen, dabei mache ich mir Yoga zunutze.

Sport in fernen Ländern

Dann kannst du natürlich auch noch darauf achten, was in dem jeweiligen Land angesagt ist und mit den Einheimischen mitmachen. In Italien war es definitiv das Wandern und Laufen. Weiter im Süden das Windsurfen und Kiten. In Irland haben wir auch viele Kitesurfer gesehen.

Tauchen, Surfen, Trekking oder ein Dschungelabenteuer. All das fordert dich, all das lässt dich deinen Horizont erweitern. Also raus da und los! Das Abenteuer ruft. (Und hält dich fit!:))

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Filmkritik oder Realitätskeule

Heute gibt es einmal eine Filmkritik, obwohl ich den Film gar nicht so sehr auseinander nehmen und bewerten möchte. Denn es geht mir einfach um die Dinge, die er angesprochen hat. Mit denen er mir aus der Seele gesprochen hat. Dinge und Entwicklungen, die mir Angst machen, sind in diesem Film klar und einfach dargestellt.

Trotzdem sitzt um uns herum die Jugend und lacht, obwohl es nichts zu lachen gab. Ihre Augen sind zu, ihre Köpfe mit anderen Dingen beschäftigt. Vielleicht hat die Sexszene zu sehr abgelenkt. Ohne sie würden den Film jedoch nur halb so viele Leute ansehen? Keine Ahnung, ich versuche mich in Verständnis für die jungen Menschen zu üben. Bin ich doch selber jung.

Der Film „Jugend ohne Gott“ ist nicht geheimnisvoll, ohne Schnörkel und Verzauberung. Klar und direkt zeigt uns der Regisseur Alain Gsponer, wie seine Meinung zu der aktuellen Entwicklung der Menschheit aussieht.

Jugend ohne Gott – Zach

Der Film basiert auf einem Roman aus dem Jahre 1937, der schon mehrfach verfilmt wurde. Der Autor Ödön von Horvath ist österreich-ungarischer Herkunft. In dem Roman geht es um einen Lehrer, der bestraft wird, weil er einen Schüler darauf hinweist, dass auch Schwarze gleichwertige Menschen sind.

Preis: EUR 7,50

Für diesen Film wurde die faschistische Thematik in die Gegenwart transformiert und auf eine Gewinner und Verlierer Situation fokussiert. Damit ist es ein sehr zeitgemäßes Stück über unsere Leistungsgesellschaft. Schon im Kindergarten geht es heutzutage um Frühförderung in allen Belangen.

Was daraus entstehen kann, zeigt dieser Film. Denn diese Gegenwart ist von unserer nicht mehr weit entfernt. Eine fiktive Stadt mit Hochhäusern und Slums rundherum. Menschen die ganz chic im Stadtinneren wohnen und in den Außenbezirken ist es laut, dreckig und eng. Die Schere von reich und arm wird gefördert und propagiert. Beide Seiten jedoch leben unter Angst. 

Die einen wollen nicht auffallen und herunterfallen, die Anderen wollen nicht bestraft werden und als Sündenbock herhalten müssen.

Unsere Werte, Liebe und Moral spielen in dieser Zeit keine Rolle mehr. Die Frage, die sich mir sofort stellte war, spielt es denn momentan noch eine Rolle?

Leistung und Effizienz sind die neuen Werte. Dein Leben wird überwacht und analysiert. Maschinen wissen alles von dir. Und sind, Gott sei Dank, trotzdem machtlos.

Der Protagonist und eigenständig denkender Schüler Zach beginnt mit der Erzählung der Geschichte, während er mit seinen Mitschülern zu einem Assessment Camp fährt. In diesem Camp treten die Schüler gegeneinander an, um einen der begehrten Plätze in einer Universität zu ergattern.

Dieser Konkurrenzkampf schafft natürlich Potenzial für Streit. Gemeinsam im Team, so soll es nach außen aussehen. Wer Schwierigkeiten hat, bekommt Pillen.

Auch hier gibt es eine Lehrerfigur. Die Geschichte wird auch noch mal aus seiner Perspektive erzählt. Seine Angst ist es, nicht mehr in einer Eliteschule unterrichten zu dürfen. So stellt er seine Unterstützung an Zach und einen anderen „schwachen“ Schüler ein.

Das Camp endet in einem Drama. Wir saßen ziemlich geplättet in dem Kino und hätten am liebsten die lachenden Jugendlichen geschüttelt.

Stattdessen startete bei uns wieder die Diskussion, was wir denn gegen diese Entwicklung tun können!?

Natürlich können wir die Welt nicht retten und meist hat man das Gefühl, dass man eigentlich gar nichts tun kann.

Doch so ist es nicht. Jeder kleine Schritt ist EIN Schritt, ein wichtiger Schritt.

Wir haben unseren Schritt getan, wir haben uns Zeit genommen, um heraus zu finden, was uns alles wichtig ist.  Und was uns NICHT wichtig ist. 

Unser Beitrag, unser kleiner Schritt für diese Welt sind wir selber. Unsere denkenden Köpfe. Unsere arbeitenden Hände. Nicht im Gleichklang mit der breiten Masse, sondern genau in unserem Klang.

Schaut euch den Film an und sagt uns eure Meinung! Wir sind echt gespannt. Wie steht ihr zu dem Thema unserer aktuellen Gesellschaftsentwicklung? 

Auf die Hühner, fertig, trainieren!

Ein Erfahrungsbericht über das Hühnermodul 3 bei Nina Steigerwald soll das hier werden. Doch damit ihr auch versteht, worum es überhaupt geht, erkläre ich erst einmal,  was ein Hühnermodul ist.

Die Hühnermodule

Um für unsere Tiere ein besserer Trainer und Partner zu werden, müssen wir vor allem an uns selber arbeiten. Wir müssen unser sehen schulen, Entscheidungen treffen und reagieren können. Oft müssen all diese Dinge sehr schnell geschehen, denn schon kurze Zeit nach einem Verhalten des Tieres ist der Zeitraum vorbei, indem wir antworten können.

Wenn unser Tier ein gewünschtes oder nicht gewünschtes Verhalten zeigt, müssen wir ihm sagen, ob es richtig oder falsch war. Dafür gibt es verschiedene Herangehensweisen. Wenn man zu Nina fährt, hat man sich wahrscheinlich schon vorher mit dem positiven Training beschäftigt oder gar dafür entschieden.

Nun zu den Hühnern

Wer zu Nina fährt, möchte also ein besserer Trainer werden. Warum denn nun die Hühner? Die Module und dieses Trainingskonzept sind in Amerika bei den bekannten Trainer Bob Bailey entstanden. Ihm kam die Idee, dass Hühner Alltags fern genug sind, um mit ihnen emotionslos trainieren zu können. Außerdem bedeutet es dem Huhn nichts, was es bei uns gelernt hat und lebt sein Leben nach dem Training einfach weiter.

Hühner sind auch noch sehr schnell. Der Trainerblick wird ultimativ geschult, entscheiden und reagieren muss sehr schnell gehen. Nina nennt das Hühner Training die ADAC Teststrecke. Das bedeutet, es geht wirklich nur um uns und nicht um das Huhn. Wir können uns ausprobieren, auf uns konzentrieren, um alle möglichen Fähigkeiten verbessern zu können

Die Module

Wie und was ein Trainer am besten lernen soll und in welcher Reihenfolge ist durch die Module festgelegt. Es gibt insgesamt 5 Module. Ein Modul dauert 5 Tage, danach hat man sein Huhn sehr lieb. Oder auch nicht. In der Pfanne ist jedoch aufgrund des Trainings noch keins gelandet.

Ziel der Module ist dem Trainer einen Tool-Koffer mitzugeben, um mit einer Trainingsvielfalt in der realen Welt, den realen Tieren ein guter Trainer sein zu können. Mit den Hühnern erlebt man die Lerntheorie und Lerngesetze live und in Stereo. So lassen sie sich sehr gut verinnerlichen.

Um optimal lernen zu können wechseln sich Theorie und Praxis regelmäßig ab. Strategien werden immer wieder neu besprochen, Pläne geschrieben und Statistiken analysiert. Mit den neuen Plänen geht es dann wieder an die Hühner. Danach wird besprochen, was geschehen ist, um das schnelle Training verarbeiten zu können. Pausen sind also sehr wichtig!

In der Übersicht sehen die Module so aus, am Ende findet ihr den Link zu Ninas Terminkalender:

Modul1 Timing, Kriterien, Belohnungsrate

Modul2 Trainingskriterien

Modul3 Signalkontrolle

Modul4 Ketten und Dauer

Modul5 Unterrichten

Terminkalender

 

Das Modul 3 – Signalkontrolle: Verhalten zuverlässig auslösen

 

Wer selber trainiert, egal mit welchem Tier, weiß vielleicht schon wie schwierig und bedeutsam das Signal ist.

Ich hatte ja keine Ahnung!

Dieser Kurs startete, wie alle anderen auch, mit einer Vorstellungsrunde aller Teilnehmer. Es ist wieder ein bunt gewürfelter Haufen aus Hunde- und Pferdetrainern, aus dem privaten und beruflichen Bereich. Im 3. Modul wissen eigentlich schon alle ziemlich genau warum sie da sind. Alle wollen besser werden.

Wir starten mit der Theorie, was Signale eigentlich sind, was Signalkontrolle bedeutet und wie man sie trainiert.

In den ersten Praxiseinheiten lernen wir unsere Hühner kennen und arbeiten mit ihnen am Targetpicken. Was für Nina und Linda Alltag ist, ist für die meisten Teilnehmer Ausnahme. So müssen wir uns erst wieder rein finden und wachclickern.

Wir müssen uns wieder auf die Schnelligkeit der Hühner einstellen und selber sehr genau arbeiten. Wir benötigen definitiv ein zuverlässiges, mittiges Picken auf das Target. Bekannt ist das schon aus Modul 1 und auch die ersten Stolpersteine, die auftreten, sind schon bekannt.

Doch da wir schon in Modul 3 sind, wissen wir, was wir gegen Fehler tun können. Das ist sehr motivierend.

Es ist nicht immer einfach das schnelle picken zu beobachten und zu entscheiden, wie man als Trainer reagieren muss UND dann auch noch die Reaktion ausführen. Doch genau das brauchen wir für die Aufgaben, die uns im Modul 3 erwarten. Entscheiden OB und WIE wir reagieren.

Es gibt bestimmte Aufgaben, die wir mit unserem Huhn trainieren. Doch es geht nicht darum, ob das Huhn am Ende die Drehungen auf dem Tisch um sich selber schafft, sondern nur darum, was du als Trainer lernst. Deine Fähigkeiten sollen besser werden, deine Technik schneller und deine Entscheidungen klar und strukturiert.

Trotzdem ist es toll, wenn es klappt, wie ihr hier sehen könnt: Video von Corinna?

Das Ziel in diesem Modul ist, dass das Verhalten nur noch auf Signal gezeigt wird. Wir haben also mit dem Tier ein Verhalten trainiert, das prompt und zuverlässig gezeigt wird. Nun soll es das Tier nur noch zeigen, wenn ich ein Signal gebe. Dafür muss man das willkürliche Verhalten ‚löschen‘, das Tier also so lange probieren lassen, bis es innehält und fragt:“Hä?“.

Dann führe ich das Signal ein. Wenn das Verhalten daraufhin gezeigt wird, wird es wieder belohnt. Das muss nun wieder konsequent durchhalten. Spontan fallen mir so viele „aber wenns“ ein, dass das hier den Rahmen sprengt.

Darum haben wir im Kurs 5 Tage zeit für ein Modul. So kann man alle Einzelheiten kennen lernen, ausprobieren und festigen. Training ist ein Handwerk, wie Nina immer wieder betont, das man üben muss. Üben bedeutet wiederholen.

Die Einheiten werden zwischendurch immer wieder besprochen und analysiert. Und es gibt sogenannte Trockenübungen. Die Trainerspiele.

Wir benötigen eine Kontrolle über Verhalten, zum Beispiel aus Sicherheitsgründen. Der Polizeihund soll doch bitte nur auf Kommando Fass oder wirf ihn um machen, nicht wahr? Unser Pferd zeigt immer und überall seinen spanischen Schritt? Super, wenn es dem nächsten Besucher die Hufe um die Ohren haut.

Menschen die mit Tieren arbeiten und ihr Geld verdienen, müssen sich sicher sein, dass ein Verhalten kommt, wenn sie es brauchen. Das Verhalten muss also Abrufbar sein. Bis dahin soll das Tier aber nicht betteln und zeigen was es kann, sondern ruhig warten.

Trainerspiele – bist du das Huhn?

Zwischen den Wiederholungen und den Besprechungen und der Theorie (das klingt irgendwie anstrengend, lasst euch davon nicht abschrecken), gibt es die sogenannten Trainerspiele. Dabei kann sich einer in das Tier einfühlen und der Trainer kann fern vom Tier Trainingsideen ausprobieren.

Die Aufgaben sind an das aktuelle Training angelegt, sodass es auch dabei tolle Aha-Effekte gibt. Danach können wir unsere Pläne anpassen, mit denen wir wieder ans Tier gehen können.

Hast du ein Huhn zu Hause?

Nun habe ich kein Huhn als Haustier, sondern einen Hund. Was hilft mir also das Hühnergehopse, wenn mein Hund doch nicht auf den Tisch passt?

Mithilfe der Hühner habe ich Trainingsmethoden gelernt, kann Pläne entwerfen und mich selber gut reflektieren. Somit kann ich meinem Hund (oder was auch immer ihr so zu Hause habt) besser zeigen, was ich möchte. Meine Fehler werden geringer, was weniger Frust für das Tier bedeutet.

Wenn ich diese ganzen Fehler mit meinem Tier gemacht hätte, die ich bei dem Huhn gemacht habe, dann würde unsere Beziehung sicher sehr schwierig werden. Außerdem bin ich emotional sehr verbandelt mit meinem Tier. Die Bewertung mancher Trainingssituationen ist so nicht neutral genug, besonders wenn man noch lernt.

Das Huhn geht nach dem Training einfach wieder seiner Wege. Und ich auch.

Hund und ich haben ein reines Konto und können motiviert und mit mehr Wissen meinerseits in ein gutes Training starten. Sicher gehört wieder eine Portion Gehirnschmalz dazu das gelernte zu übertragen. Aber Gott sei Dank konnten wir schon während des Moduls mit Nina ein paar Praxisbeispiele in der Realität durchsprechen.

Ich hoffe, ihr konntet einen guten Einblick gewinnen, worum es geht. Wenn ihr selber Lust habt, meldet euch über Ninas Website für einen Kurs an. Es lohnt sich!

Nina Steigerwald – Website

p.S.: Den Hühnern geht es übrigens blendend auf Hof Steigerwald, denn sie dürfen immer draußen sein. Freiland mit viel Bewegung. Ich wusste nicht, wie viel sich Hühner bewegen, total irre! (Irre Toll!!!)

In unserem Training können sie sich extra Futter verdienen und bekommen am Tagesende eine große Portion Quark.  Dann dürfen sie wieder frei umher strolchen. Ein tolles Hühnerleben.