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Mit Hund auf Weltreise!

Eine große Frage die zu klären gilt: Können wir Katie mitnehmen oder nicht?

Mein großer Wunsch wäre es schon. Sie hat sehr viel Spaß am Laufen und Entdecken. Außerdem mag sie am liebsten immer mit mir zusammen sein. Wenn wir in der Sächsischen Schweiz Boofen oder in der Tschechei zelten, war das von Anfang an das normalste auf der Welt für sie. Sie ist wirklich ein toller Begleithund. Sie ist freundlich, leise und läuft super bequem an der Leine. Katie verträgt sich auch mit jedem Hund. Leider sind die anderen Hunde nicht immer so entspannt und sie schaut dann immer, als würde sie es nicht verstehen. Das tut mir immer sehr leid.Hund

Katie kam im März 2016 zu mir, nachdem mein Wolfshundewelpe nach einer OP nicht mehr aufgewacht ist. Nicht das sie einfach seinen Platz eingenommen hat, doch sie hat die Lücke wieder gefüllt die Tory hinterlassen hat. Katie ist aus einem Tötungslager in Spanien auf einen Pferdehof in Sachsen gekommen. Die Familie, die dort lebt, rettet solche Hunde und vermittelt sie weiter. Da Katie im Rudel groß geworden ist, sind andere Hunde kein Problem für sie. Sie hat eine tolle Zeichnung noch dazu und ist ein Glückshund, da sie drei Farben hat. Jedenfalls ist sie nun bei mir seit sie 2,5 Jahre alt ist und lernt schnell und gern. Sie hat mich auf Ausritten begleitet und unsere Ferienkinder bekuschelt, Rinder getrieben und die Berge unsicher gemacht.

Nun müssen wir natürlich ein paar weitere Sachen trainieren, damit wir für die Welt gewappnet sind. In Deutschland kann ich sicher ganz gut planen, wo ich sie mit hinnehmen kann und gegebenenfalls mal zu Hause lassen, doch das geht dann nicht mehr. Das ist eines der Probleme die uns schon begegnen. Es sind also die Grenzen, die Wege und natürlich die Bevölkerung, die wir in unseren Plänen bedenken müssen. Wie viel Stress wird es für Katie und wie viel können und wollen wir ihr zumuten?

Wir sind gestern also mal einfach drauf los gewandert und haben nicht nachgesehen, ob es Hunde tauglich ist. Mein Mann wollte gern zur Schrammsteinaussicht.

Na dann los.

Es war wunderschönes Regenwetter und keine Menschenseele weit und breit. Es ging schöne Waldwege bergauf, mit Wurzeln und Treppen zum klettern und steigen. Das ist natürlich alles kein Problem für unseren Super-Hund. Diesmal musste sie schon auch bisschen besser aufpassen, da die Felsen teilweise vereist waren. Das langsam laufen fällt ihr natürlich schwer, wo sie doch sonst immer los flitzt. Aber Katie hat es gut gemacht, bis wir vor einer Leiter standen, an deren Seite sie nicht hoch konnte. Das Tragen haben wir bereits geübt, so dass jetzt nur noch die Kunst war mit einem 20 Kilo Hund eine Leiter hoch zu gehen. Bin ich froh, dass mein Mann stark genug ist. Den Aufstieg haben wir also gut geschafft und hatten keine grandiose Aussicht. Der Nebel waberte um uns herum, sehr mystisch!

Wir haben uns also nicht lange oben aufgehalten, sondern wollten gleich wieder über den Jägersteig hinunter. Sofort standen wir vor einer Leiter. Da haben wir und Katie schon ein bisschen doof geguckt. Die Leiter war nämlich ziemlich lang. Aber uns blieb nichts anderes übrig. Beim runter klettern, was der Super-Mann mit dem Super-Hund super gemeistert hat, war es wohl trotzdem wackliger als Leiter hoch. Katie hat ziemlich gegen gedrückt, was das Halten erschwert hat. Aber es hat geklappt und nach zwei Leitern hatten wir es geschafft. Das hat uns erst mal gereicht.

Ich werde das zu Hause nochmal in Ruhe üben und vielleicht kann Katie auch auf unseren Rücken hüpfen oder so. Wir werden es ausprobieren, auf jeden Fall soll es daran nicht scheitern.

Klettersteige, lange Klettertouren und viele Leitern sollten jedenfalls nicht auf der Tagesordnung stehen. Da wir jedoch gern mal Klettern möchten, sind wir schon am überlegen, wie wir das machen können. In der sächsischen Schweiz ist es kein Problem und üblich den Rücksack unten stehen zu lassen. Katie lag dann daneben und hat darauf aufgepasst. Allerdings waren wir selten länger weg als zwei Stunden und in Deutschland gehören Hunde zum normalen Begleittier/Haustier/wasauchimmer. Diebstahl gibt es zwar, aber selten und noch seltener in der Klettercommunity.

Doch wie wird das woanders sein? Müssen wir dann ganz darauf verzichten? Noch so viele Fragen zu klären und zu bedenken. Habt ihr Erfahrungen mit Hundeurlaub, Grenzüberquerung zu Fuß mit Hund und Hunde in SOA? Was muss ich noch bedenken?

Ich bin gespannt auf eure Ideen. Bis bald,

Sandra, Alex und Katie

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