Archiv der Kategorie: Reisen Länder

Die Altmark – wo Bambi und Klopfer noch miteinander spielen!

Kennst du die Altmark? Das Fleckchen in Deutschland wo die Welt noch in Ordnung ist? Da wo man Bambi und Klopfer spielen sieht? Nein? Ich stelle es dir vor.

Nach einer Woche mit der ganzen Rasselbande, die wir in vollen Zügen genossen haben, ging es für uns zu dritt weiter in die Altmark. Ruhe und Natur versprach ich mir – und bekam sie in geballter Form!land

Die Fahrt nach Sachsen-Anhalt war sehr kurzweilig, da wir in unseren Caddy auch noch einen Wandergesellen gequetscht haben. Hund, Mann, Kind, Ich und einen (kurzzeitig sogar zwei) Wandergesellen.

Sandra, alex und Alex
Hinter uns sitzt eigentlich Katie. Die durfte dann zwischen meinen Beinen kuscheln.

 

Es waren tolle Gespräche, denn Alex (beide Wandergesellen heißen tatsächlich auch Alex) und Alex haben mit der Landwirtschaft ihr gemeinsames Thema. Wander-Alex ist ebenfalls gelernter Landwirt und Gärtner. Er hat die Ausbildung bei Demeter gemacht.

Die Altmark – Natur pur!

Tatsächlich erfüllen sich alle Ruhewünsche. Weit und breit Landschaft, Felder, Wiesen, Wälder und wenig bis keine Menschen. Alles grünt, zwitschert und zirpt. Die Luft riecht gut und das Auge bekommt Erholung.

So viele Tiere finden hier ein Zuhause. Hasen und Rehe tollen gemeinsam auf dem Feld. Zwei große Kormorane landen in einiger Entfernung. In jedem Ort ist das Storchennest besetzt.

Die Altmark ist gar nicht weit weg von großen Städten wie Berlin, Hannover und Hamburg. Auch ihre eigenen Städte, alles Hansestädte, Stendal, Salzwedel, Gardelegen, Seehausen, Osterburg usw. haben ihren Reiz.

Viele alte Kirchen findet man in den Orten, die Mauern aus Feldstein oder Backstein.

Auf jeden Fall eine Gegend zum Entdecken. Ob zu Fuß oder mit dem Fahrrad oder Auto. Touristen sind willkommen, aber ist noch ein Geheimtipp.

Unser Ferienort

In der Nähe von Salzwedel, genau in Zierau, erwartete uns das zu Hause von Sabine. Zu ihr gehören zwei Kinder, mit denen sie auf Festivals gefahren ist.

Wir kümmern uns derweil um ihre Tiere. Anton hat mit Begeisterung die Eier eingesammelt und dieHühner gefüttert.

Hühnerstall
Beim Eier einsammeln

Natürlich müssen wir auch die Gegend erkunden. Nachdem wir Alex früh auf Arbeit gebracht haben, die Tiere versorgt sind, ziehen Anton und ich los. Ins Schwimmbad, an den Arendsee, nach Kalbe zur Burgruine, in den Märchen- und Duftgarten und in Tierparks.

Die Burgruine in Kalbe fand ich schon toll.

Als wir jedoch die Apenburg besuchten, war ich endgültig verzaubert.

Am Eingangstor stand ein Verslein angeschlagen, dass die Burg von einem Verein am Leben gehalten werde und man soll sich trauen anzurufen. Dann wird jemand kommen, um die Burg zu zeigen. Alex war so mutig zum Sonntagvormittag anzurufen.

Auf einmal stand ein Ritter vor uns!!!! Mein Gesicht hätte ich gern gesehen, sag ich euch!Burgritter

Mit Leib und Seele Ritter führte er uns durch die Geschichte seiner Burg und hinauf bis auf die Spitze des Turmes.

Auch über die Gegend und die Geschichte, die Entwicklung der Altmark wurde uns ritterlich berichtet. Sehr spannend und einfach zu viele Jahreszahlen, als das ich sie mir hätte merken können. Anton hatte seinen Spaß alles zu entdecken und wurde am Ende noch zum Knappen geschlagen. Seht selbst:

Auch Alex wurde noch in ein paar Kampfkünste eingeweiht. Ganz einfach war es nämlich nicht mit 30 kg Rüstung und einem Schwert zu kämpfen.

Nach der Apenburg haben wir noch ein Bauernmuseum in Böckwitz besucht. Auch dort wurden wir wieder großartig unterhalten.

In dem Bauernmuseum gab es auch eine Grenzausstellung. Von Erlebnissen aus dieser Zeit erzählte uns der Hofbesitzer höchstpersönlich. Von Vertriebenen, Enteigneten und Flucht wurde erzählt. Und natürlich jede Menge über Landwirtschaft.

Den restlichen Urlaub verbrachten wir dann bei Regen und in Ruhe zu Hause. Wir haben alle Spiele von Sabine durchgespielt. Ein rundum toller Urlaub.

Ich hoffe, der Bericht hat euch gefallen? Habt ihr nun auch Lust die Altmark zu erkunden?

Was sind eure Geheimtipps in Deutschland? Schreibt uns doch in den Kommentaren, wir sind gespannt!

 

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3 leckere, vegetarische Gaskocher Rezepte für eure Low-Budget Reise

Gerade heute hat sich unsere Reiseart wieder bestätigt. Eigentlich auch die ganzen letzten Tage.

Low Budget und wild campend sind wir in momentan in England unterwegs. Allerorts freundliche Menschen. Es gibt kein gemeckere über unser campen.

Eben saß ich wieder wild tippend in der Gegend rum, als mich ein Mann ansprach. Er fragte, ob ich ein paar seiner Knochen für Katie haben möchte. Er war eben beim örtlichen Butcher. *solieb*

Gaskocher

Eine halbe Stunde später kam eine ältere Frau an, die mich wegen Katie ansprach. Daraus wurde ein längeres Gespräch, bei dem ich erfuhr, dass sie in Deutschland zur Schule gegangen ist und Englisch studiert hat.

Dann verabschiedeten wir uns, da es Zeit für Mittagessen ist. Sie fragte, wo wir denn essen würden. Natürlich im Auto!

Alex hat im Snowden National Park in Wales endlich einen Gaskocher käuflich erworben.

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*Beides Funktioniert bisher tadellos, selbst bei Wind. Unsere erste Gaspatrone benutzen wir nun seit über einer Woche!

Nun zaubert er uns jeden Tag ein warmes Essen. Das ist nicht nur kostengünstig, sonder es macht auch Spaß und ist gesund.

Keine nervige Suche mehr, wenn Frau plötzlich Hunger hat. Kein überteuertes Touri-Food. Und nur die Menge, die man wirklich möchte. Im Restaurant wird doch meist zu viel serviert.

Hier also unsere Top 3 der schnellen, leckeren UND vegetarischen Gaskocher-Gerichte:

  1. Frühstück und auch alle anderen Mahlzeiten: Porridge

Wie habe ich es früher verabscheut. Aber nun ist es mein absoluter Favorit an unterwegs-essen. Leicht, schnell, satt und LECKER!

Du brauchst:

-Wasser und Haferflocken

-Zucker, Salz, Honig, Milch

-eventuell Nüsse, getrocknete Früchte, oder was du sonst so gerne magst

Das musst du tun:

Für das Grundrezept benötigst du 40 g Haferflocken und in etwas das 5fache an Wasser. (Oder Milch)

Mit einer Prise Salz das ganze zum Kochen bringen. Dann noch 2-3 Minuten ziehen lassen oder für eine cremigere Konsistenz 2-3 Minuten köcheln lassen.

Variationen:

Man kann Porridge essen wie man möchte. Salzig, süß oder gemischt. Birgit aus Folkestone kennt folgende Idee aus Schottland:

Die Haferflocken mit Wasser kochen und salzen. In eine Schüssel füllen, am Rand etwas Milch hinzufügen und oben drauf brauner Zucker.

Unserer Favorit ist die süße Variante mit Honig. Alex mischt den Honig schon beim kochen unter, so dass er schön in die Haferflocken gezogen ist.Porridge in der Tasse

2. Mittag und Abendessen: Reistopf mit Möhren und Pilzen

Auch Reis ist ein kleiner Allrounder. Du kannst ihn mit allem möglichen Kombinieren.

Wir haben uns für Möhren, Ei und Pilze entschieden. Als erstes haben wir den Reis gekocht und die Möhren geviertelt.

Nach 10 Minuten Reis kochen, haben wir die Möhren dazu getan, bis sie etwas weicher sind.

Danach die Pilze und Ei anbraten und alles mischen. Fertig! Eintopf mit Reis

3. Kartoffeln mit Quark

Schnell, lecker und sehr gesund! Wasser zum Kochen bringen, Kartoffeln geviertelt dazu und schön durchkochen.

Wir mögen Kräuter- oder Knoblauchquark dazu. Salz und Butter geht natürlich auch. Hat man auch meistens dabei.

Das waren unsere ersten Empfehlungen, gern lassen wir weitere Folgen. Wir testen weiter, welche Gerichte sich gut und einfach kochen lassen.

Was habt ihr noch für Ideen? Wir wünschen euch auf jeden Fall erst einmal guten Appetit!

Wildcampen in Irland

Nach unserer letzten Wwoofing-Erfahrung wollten wir das Land wieder auf eigene Faust erkunden und wild campen.

Unsere Gastfarm – Inhaberin hat uns vielen Leuten vorgestellt, viel vom Land und Landleben erzählt und uns schöne Pubs gezeigt.

Pub in Irland
So sieht ein gemütlicher, irischer Pub aus

Jetzt wollen wir mal wieder für uns sein und das Land erkunden. Und endlich wieder in Hokey (unserem Auto) schlafen. Dort haben wir eine wesentlich bequemere Matratze!Camping irgendwo

Also zogen wir los auf den Wild Atlantic Way. Wir starteten in Baltimore und hatten unsere erste Übernachtung in Turkhead. Auch für die Zukunft haben sich solche kleinen Sackgassenstraßen Richtung Meer bewährt.

Kein Verkehr, kaum Menschen, dafür viele Rinder, Vögel, Meer und Ruhe. Besser lässt es sich nicht schlafen.Küste in Irland

Prinzipiell ist Wild camping in Irland verboten. Doch bei ordentlichen Verhalten sagt hier keiner etwas. Wenn man mal nichts passendes findet, kann man jederzeit im Farmhouse/Cottage fragen, ob man sein Zelt auf der Weide aufschlagen darf.

Unsere schönste Erfahrung war mit einem Fischer, der gerade wiederkehrte und uns einen Fisch schenken wollte. Leider haben wir immer noch keinen Kocher. Aber wir haben uns sehr gefreut.

Irland Atlantik
Geschenke gab es noch dazu

Meist bekommt man dann gleich Familienkontakt und wird noch auf einen Kaffee, ein Pint oder gar zum Essen eingeladen.

Freundlichkeit ist also wieder oberstes Gebot und natürlich Anstand. Müll mitnehmen kostet nichts.

Besonders sollte man jedoch Schilder mit der Aufschrift :“TEMPORARY DWELLING PROHIBITED“ oder „POISENED LAND“ oder „NO CAMPING“ beachten. Denn dort hört die Toleranz der Iren auf.

Camping in der wildnis