Irland – Éire

Kennt ihr die Angst vorm Wasser? Schwimmen, Baden, manchmal auch rutschen mag ich zwar gern, aber auf so einem Schiff plus Seegang hab ich doch die Buxe ein bisschen voll. Ich mag nicht herausfinden, wie weit ich wirklich schwimmen kann. Oder eben auch nicht. In Irland haben wir mit einem Hausboot den Fluss Shannon abgeschippert. Das war schön und spannend, vor allem die vielen Schleusen oder wenn Gegenverkehr kam. Allerdings trafen wir auch auf einen nicht ganz kleinen See, den Lough Ree. Genau dort war die Spannung ein bisschen sehr groß. Lough Ree ist einer der Seen, den der Shannon durchfließt. An diesem Tag gab es ein paar mehr Wellen, die unsere kleine Nussschale bewältigen musste. Ich gebe zu, mir war etwas schlecht. Doch eher vor Angst. Die Wellen waren nicht so hoch oder das Wetter so schlecht. Es war ein recht kleines Boot. Und mal ehrlich, wirklich Ahnung hatte doch keiner von uns. Es gab zu Beginn eine Einweisung und eine Testfahrt, die man halbwegs bestehen musste. Ob man da wirklich durchfallen konnte, weiß ich nicht. Jedenfalls war mein Vertrauen in die Fahrkünste meiner Mitreisenden nicht endlos. Herr T und Frau B haben dann auch noch ein bisschen lauter miteinander gesprochen, das ist nicht gerade beruhigend. Sicher hätte ich das schwimmen können. Vielleicht. Irgendwie bleibt die Angst trotzdem vor diesem großen, mächtigen Element Wasser.

Wir sind jedoch heil und gesund angekommen. Entlang des Shannon wurden im Mittelalter zahlreiche Burgen gebaut, so dass wir immer ein kleines Ausflugsziel hatten, wenn wir unsere gigantisch – professionellen Anlegemanöver hinter uns hatten. Die Burgen waren dann später doch immer recht ähnlich was aber wirklich immer schön anzusehen war sind die Steinhäufchen, Steintürme und Steinmauern. Das verbinde ich definitiv mit Irland und es gehört dahin.

Bild von Heiko – Photohandwerk

 

Nach einer Woche Boot schippern, haben wir uns noch ein Mietauto gegönnt und die tolle Gastfreundschaft in den Bed and Breakfasts genossen. Obwohl das Frühstück nicht meins ist, es ist recht herzhaft durch die Hausmannskost. Es gibt auch einen süßen Anteil, beziehungsweise der Porridge wird mit Zucker gereicht. Doch Teil 2 des opulenten Mahls sind Schweinswürste, Speck, Ei und Brown Bread. Zu trinken gibt es Orangensaft, aber auch schwarzen Tee und für die Touris Kaffee mit Pressfilter – das ist bekanntlich Geschmackssache. Das mit dem Tee haben die Iren echt drauf, leckerer Assam aus Nordindien. Sie haben sogar einen höheren Verbrauch als Großbritannien.

Nun haben wir also die Insel mit dem Auto unsicher gemacht. Das war schon wieder echt gefährlich, da man das Rechtsfahrgebot aus Deutschland nicht einfach ablegen kann. Auch das Schauen vor dem Straße überqueren ist so eingespeichert, dass wir gut aufeinander aufpassen mussten. Immer wieder haben wir als Erstes nach links gesehen, das hilft einem hier allerdings nicht viel, denn die Autos kommen als Erstes von rechts. Auch hier ging immer alles gut. Wir konnten mit dem Auto schöne Städte ansehen, ich liebe diese bunten Häuser.

Bild von Heiko – Photohandwerk

Die Highlights Cliffs of Moher, Dingle, Ring of Kerry und zahlreiche Destillerien haben natürlich nicht gefehlt.

Bild von Heiko – Photohandwerk

Nicht zu vergessen sind die Pubs! Tolles Feeling, wahnsinnig nette Menschen und lecker Essen. Und das Feeling, hab ich euch davon schon erzählt? Sehr urig und warm, immerzu Musik, singende und tanzende Iren. Einfach toll und locker.

In Irland kann man also vieles haben.  Ruhe, Landschaft, frische Luft, Bewegung, Tiere, aber auch schöne Städte, nette und offene Menschen.

Dublin haben wir bei Ankunft und Abfahrt ein wenig erkundet. Das ist natürlich eine klassische Großstadt mit vielen Menschen (527.612 um genau zu sein), einer Rush-Hour bei der der Verkehr zusammenbricht und Teenies in der Einkaufspassage.

Hiermit also wieder eine Empfehlung an alle dieses tolle Land einmal zu besuchen. Einfach ist es auch, da Irland zur EU gehört, die Währung ist Euro und die Ein- und Ausreise mehr als einfach. Man hat noch nicht mal einen Stempel in seinem Reisepass. Es gibt sicher andere Erinnerungen, die man mitnehmen kann.

Hier noch ein paar Impressionen. Vielen dank an Heiko, dem Fotografen der Reise.

Zuletzt noch ein Tipp als Reisebegleiter:

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