Wer das Reisen einmal angefangen hat, der hört so schnell nicht wieder auf.

Man möchte immer weiter entdecken und neues sehen, zumindest geht es mir so.

Es hält mich kaum zwei Tage zu Hause, dann muss ich losziehen. Natürlich fahre ich auch zu manchen Orten zweimal oder dreimal.

Dabei entdeckt man sicher auch viel Neues. Schaut doch einmal genau hin. Oder nehmt euch vor bei jedem Blümchen stehen zu bleiben.

Setze einen Fokus auf deiner Entdeckungstour, so werden auch bekannte Orte spannend.

Außerdem müssen wir unser Reiz überflutetes Gehirn trainieren, wieder kleine Dinge wahrzunehmen, genau hinzusehen und überhaupt zu sehen.

Meist wartet unser strapazierter Kopf auf den nächsten Reiz, hält Ausschau nach Blinklichtern und einfach Dingen.

Doch die Natur ist nicht einfach. Oder besondere Architektur.

Das ist wie in einer Galerie. Deswegen stehen die Leute so lange davor. Nur so entdeckt man die Besonderheiten, Feinheiten und einfach immer wieder neues.

Warum habe ich diesen Titel gewählt?

Damit will ich weg von dem großen, lauten und auffälligen.

Sucht euch etwas Besonderes, etwas wo nicht alle sind, wo du noch etwas entdecken kannst.

Wenn ich unterwegs bin, zieht es mich in Orte, deren Namen komisch klingen klein, verschroben und unbekannt.

Deswegen sind wir zum Beispiel nach Sandwich gefahren.

So bin ich Saffron Walden gelandet.

Ein Ort, nahe unserem, wo wir momentan leben.

London, Cambridge, Ely und andere große Orte gibt es hier auch.

Doch was mich mehr beeindruckt, war die Roman Road und kleine Orte, wie Saffron oder Great Dumnow.

Warum? Das erzähle ich euch jetzt.

Saffron Walden – hier spürst du noch Geschichte

Dieser Ort, nahe der M11, unweit von Cambridge und London, steht schon seit dem 11. Jahrhundert.

Es ist nach wie vor eine Marktstadt. Markttage sind nun Dienstag und Samstag.

Viele historische Gebäude sind noch erhalten. Man kann Sie besichtigen und erfährt vieles aus der Geschichte, vor Ort oder  in dem Flyer, den man sich an der Touristeninformation abholen kann.

So kann ein Stadterkundung zum Beispiel am Marktplatz starten.

Was kannst du besichtigen?

Es gibt hier sehr viel zu sehen. Man kann zum Beispiel mit dem prächtigen jakobinischen Herrenhaus Audley End House und seinem Garten beginnen.

Auch die St. Mary’s Church, die die größte und eine der schönsten Pfarrkirchen in Essex ist, ist auf jeden Fall sehenswert.

Wir haben etwas am Stadtrand geparkt. Umsonst, versteht sich.

Dadurch sind wir gleich an der Castle Ruine gelandet. Dieses Castle wurde wahrscheinlich zwischen 1125 und 1141 erbaut. Genau ist das nicht bekannt.

Es ist sehr beeindruckend, dass immer noch Teile dieser Burg stehen.

Die Geschichte ist so gut wie möglich rekonstruiert und festgehalten. Viele Veränderungen wurden im Laufe der Zeit vorgenommen. Doch nachdem es als Konzertstätte ausgedient hatte, durften noch zuletzt Schafe darin wohnen.

Nun ist es geschützt und wird versucht zu erhalten.

Direkt neben dem Castle befindet sich ein Park und auf der anderen Seite die Kirche.

Die Qual der Wahl. Ich habe mich für die Kirche entschieden, war jedoch nicht drin. Es waren einige Menschen unterwegs und ich wollte Katie nicht davor sitzen lassen.

Vielleicht kann ich das demnächst noch nachholen.

Aber von außen und die dazugehörigen Gebäude haben meine Augen frohlocken lassen. Ein beeindruckend großes Gebäude, mit schönen Verzierungen. Das Pfarrgebäude ist altes Fachwerk, das sich krumm und schief, aber tapfer hält.

Der Stadtspaziergang

Als Nächstes bin ich dem Menschenstrom in die Stadt gefolgt. An diesem Tag war die Novemberparade unterwegs, was Katie gar nicht toll fand. Deswegen haben wir uns etwas abseits gehalten.

Danach bin ich bis ans andere Ende gelaufen, was echt weit war und keine weiteren Sehenswürdigkeiten bereit hielt.

Jedoch eine schöne Wohngegend und kleine Parks.

Am Ende landeten wir wieder in dem Park. Dort war auch ein Trail ausgeschrieben. Und schon wieder begegnete uns die Geschichte.

Der World War Second Trail

Während des Zweiten Weltkrieges wurden in Essex mehr als 3.000 Verteidigungsanlagen gebaut. Rund 750 sind noch in einem überraschend gutem Zustand. Sie sind über den ganzen Landkreis verstreut, viele liegen halb versteckt in Hecken, Wäldern und Feldern.

Die Wege sind EU-finanziert. Das WWII-Kulturerbe-Projekt, stellte Mittel für den Essex County Council bereit, um dieses Erbe zu erhalten, Erfahrungen und Wissen zu behalten.

Dieses Projekt präsentiert die Geschichte nun für Wanderer, Touristen und Schulklassen. Insgesamt gibt es 7 verschiedene Trails und einer davon ist eben in Saffron Walden.

Weitere Sehenswürdigkeiten

Natürlich hat der Ort noch mehr zu bieten. Zum Beispiel ein Museum, ein Turflabyrinth, einen Skate Park und Spinnenfenster in Häusern aus dem 15en Jahrhundert.

Und much more. Vielleicht kannst du es dir ein mal selbst ansehen!

Oder warst du schon mal hier? Dann erzähl mal, was dir am besten gefallen hat!

Nächste Woche kommt dann Teil 3 meiner kleinen Städte Serie. Wenn du gleich davon erfahren möchtest, dann trag dich gern in unseren Newsletter ein.

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