Schottland und das Loch Lomond – ein bezaubernder Roadtrip

Du willst einen Roadtrip machen und weißt nicht wo?
Wo sollst du nur lang fahren, fragst du dich?
Und wie viel Zeit wird das in Anspruch nehmen?
Für all diese Fragen gibt es hier Antworten!

Start: England

Zeit 3-5 Tage

Ziel: Schottland – Loch Lomond

Wir hatten endlich ein bisschen Zeit für einen Trip nach Schottland. Wenn man nicht viel Zeit hat, wird eben auf Schlaf verzichtet, so konnten wir schon einiges sehen und entdecken. Wer mehr Schlaf braucht und möchte, der sollte sich 5 Tage Zeit nehmen.

Vieles haben wir auch gelesen. So zum Beispiel wie Schottland entstanden ist. Der Drang nach Unabhängigkeit für die schottischen Bewohner ist gar nicht so unbegründet. Denn wie Funde zeigen, waren Schottland und England früher nicht zusammen. Die Platten sind erst später zueinander gestoßen, vor rund 410 Millionen Jahren.

Dieser Crash formte das schottische Hochgebirge, die sogenannten Highlands. Sie sind sozusagen ein Beweis für Schottlands geologische Unabhängigkeit.

Auch sonst sind die Highlands deutlich vom Einfluß Englands verschont geblieben. Die Clan-Kultur wird zusätzlich auch für die Touristen gepflegt.

Wir haben allerdings keine Clans oder Mitglieder gesehen. Überhaupt war kaum jemand da. Ein Hoch auf die Nebensaison. Wir können anhand der Schilder, Einkaufsmöglichkeiten und guten Wege erahnen, was hier so los ist im Sommer.

Wie sind wir auf die Idee gekommen? Auf Grund von Empfehlung! Und nun empfehlen wir es weiter:

Loch Lomond in den Highlands

Nein, den Highländer haben wir nicht getroffen, weder die Sagengestalt noch die Katze (die nämlich der eigentliche Highlander ist).

Aber die 23km nach Glasgow haben eine Veränderung in der Natur gezeigt, die beeindruckend ist. Das Loch (was übrigens See bedeutet) kann man eigentlich nicht verfehlen, da es ab Glasgow super ausgeschildert ist.

Wildcampen in Schottland

Auch hier gilt das Jedermannsrecht, wie in England. Dank diesem Gesetz darf man überall campen, wenn man sich an ein paar Regeln hält. (Die habe ich hier schon ein mal aufgeschrieben)

Natur, Tier- und Pflanzenwelt darf durch Wild Campen kein Schaden zugefügt werden.

Zur Saison zwischen März und Oktober darf man rund um die Ostseite von Loch Lomond nicht Wild Campen! Alle wichtigen Infos, wo und wie du campen darfst, findest du auf der Website.

Doch das gilt wirklich nur für die Ostseite und ist auch ausgeschrieben. An allen anderen Stellen darfst du die freie Natur in vollen Zügen genießen.

Wir haben uns ein mal eine kleine Nebenstraße gesucht, nichts spektakuläres, aber schön ruhig. Früh sind wir zeitig gestartet und haben einen wunderschönen Sonnenaufgang erleben dürfen. Die Kulisse ist wirklich atemberaubend.

Dann sind wir ein wenig durch die Wälder gestriffen und haben versucht einen Berg zu erklimmen. Wir haben uns wohl den falschen ausgesucht, denn die Bergkuppe war einfach nicht zu entern.

Auf dem weiteren Weg kamen wir an einem Wasserfall vorbei, der an der Spitze des Lochs liegt.

Dann zog es uns zum Meer.

Unsere Route – ein 3 – 5 Tagestrip in Schottland und England

Wer kennt das nicht: man muss mal wieder raus, aber für einen richtigen Urlaub reicht es nicht. Oder man will erst mal gucken, gefällt es mir dort?

Wir mögen Kurztrips, um mal ein bisschen hineinzulunschen. Nachteile sind: man hat keine Zeit um ALLES zu sehen oder Leute besser kennen zu lernen.  Die Tageszahl variiert eben je nachdem wie viel Schlaf ihr so braucht und wie intensiv ihr euch etwas vor Ort anschaut.

Vorteil: endlich war man mal selbst da und durfte es mit eigenen Augen sehen. Häufiger Satz: „Hier müssen wir unbedingt noch mal hin!“

Ergebnis: eine tolle Route, die wir euch gern vorstellen möchten. Gern zum nachmachen oder Inspiration holen. Teilen und weitererzählen ausdrücklich erwünscht!

Tag1: Start in England, Camebridge, Autobahn A1 Richtung Petersborough

Keine besonderen Vorkommnisse, außer durchgeknallte Freude, weil wir endlich mal Schottland sehen können!

Wir folgen also der A1 noch an Sheffield und Leeds vorbei, dann wechseln wir auf die A66 Richtung Penrith. Unsere Autofahrten sind meist recht kurzweilig, da wir so viel Zeit zum quatschen und Musikhören haben.

Ab Penrith folgen wir der M6 an Carisle vorbei. Die Landschaft ist nun nicht mehr englisch, sondern hügeliger, neblig, wild und wolkig. Begeistert beigen wir ab Richtung Ayr. Ich will mehr sehen.

Wir verlassen die A74 (M) Höhe Douglas und schwirren Cumnock, New Cumnock und Wanlockhead herum. Gemeinsam mit Katie haben wir einen schönen Spaziergang gemacht. Gefallen euch die Bilder, dann lasst es uns in den Kommentaren wissen!

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Schon die Lowlands sind anders als England. Bis Ayr sind wir dann doch nicht gefahren, das wäre zu weit gewesen. Loch Lomond sollte als Ziel nicht aufgegeben werden, auch wenn wir sonst spontan für Planänderunge zu haben sind.

Also ging es wieder zurück auf die Autobahn Richtung Glasgow M74. In Glasgow wird man von nicht schönen Hochhäusern begrüßt, deswegen haben wir uns sofort dagegen entschieden in die Stadt zu fahren. Es wurde auch danach nicht schöner, so dass wir unseren Entschluss nicht bereut haben.

Dann wechselt man auf die Autobahn M8. Dort ist Loch Lomond schon ausgeschildert, verfahren nicht mehr möglich. Zumindest haben wir uns nicht verfahren und das will was heißen.

Obwohl wir viele Entdeckungen machen, wenn sich Google Maps wieder aufgehangen hat.

click & tweet

Nach einem Abendessen in Alexandria und bisschen Dudelsackmusik in Balloch, warum wir sehr müde und gingen auf Schlafplatzsuche. Das war gar nicht so einfach.

Denn schon mit unserem Abendessen war uns die Polizei auf den Fersen.

Sie waren sehr nett und haben gefragt, ob wir hier Urlaub machen und wo wir her sind. Haben uns also ein bisschen abgecheckt. 👽 Offensichtlich machten wir einen friedlichen Eindruck und sie zogen wieder von dannen.

Trotzdem ist es komisch. In Italien wurden wir schon ein mal mitten in der Nacht von der Polizei geweckt. (Das könnt ihr hier lesen)

Deswegen sind wir noch ein bisschen in die Einöde gefahren, Richtung Helensburgh. (Achtung: Empfehlung! Eine sehr schöne Stadt mit viktorianischen Gebäuden, Shopping und Parks und für die schlecht Wetter Variante gibt es ein Schwimmbad.)

Da wir vor einer Feldeinfahrt standen und auch die Zeit nutzen wollten, sind wir zeitig aufgestanden. Dachten wir. So zeitig war es nämlich gar nicht, aber wurde einfach nicht hell.

Aber als die Sonne kam, schenkte sie uns einen Sonnenaufgang und einen herrlichen Tag! Seht selbst:

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Dann mussten wir uns erst ein mal ein bisschen bewegen und haben uns einen Berg ausgesucht, den wir erklimmen wollten. So richtig ist uns das ja nicht geglückt, aber die Wanderung war trotzdem schön.

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Danach ging es weiter, immer um Loch Lomond herum, bis zu seiner Spitze. Dort „wanderten“ wir zu einem Wasserfall.

Ok, im Ernst. Der Wasserfall ist eine Minute zu Fuß vom Parkplatz entfernt. Warum ich dafür den Hund ausgepackt habe, weiß ich auch nicht.

Falls of Falloch ist ein Wasserfall des River Falloch, der sich entlang der A82 durch den Süden der schottischen Highlands zieht und beim Ort Ardlui in den Loch Lomond mündet. Wikipedia

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Nachdem wir um die Spitze bei Inverarnan gewutscht sind, ging es durch den schönen National Park Trossachs Richtung Callandar. Wer Zeit hat kann dann noch mal in den Queen Elizabeth Park abbiegen, Landschaftlich auch ein Urlaub für die Augen.

Uns zog es dann Richtung Meer. Das sollte der krönende Abschluss werden. Eine Nacht am Meer und ein Abend- und Morgenspaziergang. Bringt das eure Batterien auch so schnell wieder auf 100 %?

Wir fuhren also Richtung Edinburgh, wo wir uns den Weihnachtsmarkt anschauten und ein Karussell bestiegen, dass uns 60m in die Luft brachte. Leider war es mir nicht möglich ein Bild zu machen, da es sehr kalt und windig war. (Klein Sandra hat einfach null Karussell Erfahrung und war total geflasht!)

Am späteren Abend starteten wir aus der Stadt heraus Richtung Berwick, damit wir immer am Meer entlang fahren konnten. Und tatsächlich fanden wir auch einen Parkplatz. Uns trennte nur ein Busch vom Meer.

So gab es noch eine kurze Abendrunde. Hier gab es auch nur eine kurze Morgenrunde, später dehnten wir die Spaziergänge dann aus.

Bei Goswick haben wir geschlafen, gewandert sind wir im Northumberland Coast/ Wildlife Trust. Es gab überall etwas zu sehen, niedliche Städtchen, Meer, Vögel und Strand.

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Puh, das war eine Fahrt. Voll mit Bildern und Gedanken, endlich wieder Zeit miteinander genossen und Ideen ohne Ende. Die A1 bringt uns bis fast nach Hause.

Entlang der Küste könnt ihr natürlich noch viel mee(h)r entdecken. Zum Beispiel: Seacliff Beach, Leuchttürme, Naturreservate und verschiedene Städte.

Eurer Neugier sind keine Grenzen gesetzt. Entdeckt was das Zeug hält und lasst uns wissen, was wir unbedingt noch anschauen müssen!

Ein Tipp noch zum Schluss: Wenn ihr in Schottland Geld von der Bank abhebt, dann schaut nicht so dusselig wie wir! Wir haben das wieder völlig verdrängt, dass das schottische Geld anders aussieht als das britische. Der Drang sich abzugrenzen von England, ihr erinnert euch?

Aber, eigentlich muss auch in England jeder eure schottischen Scheine akzeptieren, doch angeblich machen das nicht alle. Wir hatten Glück und es gab keine Schwierigkeiten das Geld auszugeben!

Zusammengefasst für deine Navigation:

  • Start Nähe Cambridge
  • Findet die A1 Richtung Peterborough
  • Penrith fahrt ihr auf die M6
  • M6A74(M) und M74 bis A898 in Renfrewshire folgen
  • A82 bis Loch Lomond

Loch Lomond:

  • folgt der A 82 bis Inverarnan, diese folgt immer dem Loch Lomond entlang bis zum Wasserfall

Nach Inverarnan

  • A 85 Richtung  Lochearnhead
  • A84 Richtung Callandar
  • Bis nach Stirling
  • nach Stirling die M9 bis Edinburgh

Edinburgh

  • A1 folgen
  • empfohlene Abbiegungen: A 198 nach North Berwick und Seacliff Beach
  • A1087 Dunbar
  • A1107 führt zu St Abbs Naturreservat
  • Ab Berwick upon tweed sind wir wieder der A1 gefolgt
  • A1068 Alnwick haben wir noch ein mal einen Abstecher ans Meer gemacht (serh zu empfehlen!!!)

Wir wünschen euch viel Spaß. Bei Fragen stehen wir natürlich gern zur Verfügung! Und erzählt uns auch eure Erlebniss von eurem letzten Roadtrip, wir sind sehr neugierig!

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