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3 leckere, vegetarische Gaskocher Rezepte für eure Low-Budget Reise

Gerade heute hat sich unsere Reiseart wieder bestätigt. Eigentlich auch die ganzen letzten Tage.

Low Budget und wild campend sind wir in momentan in England unterwegs. Allerorts freundliche Menschen. Es gibt kein gemeckere über unser campen.

Eben saß ich wieder wild tippend in der Gegend rum, als mich ein Mann ansprach. Er fragte, ob ich ein paar seiner Knochen für Katie haben möchte. Er war eben beim örtlichen Butcher. *solieb*

Gaskocher

Eine halbe Stunde später kam eine ältere Frau an, die mich wegen Katie ansprach. Daraus wurde ein längeres Gespräch, bei dem ich erfuhr, dass sie in Deutschland zur Schule gegangen ist und Englisch studiert hat.

Dann verabschiedeten wir uns, da es Zeit für Mittagessen ist. Sie fragte, wo wir denn essen würden. Natürlich im Auto!

Alex hat im Snowden National Park in Wales endlich einen Gaskocher käuflich erworben.

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*Beides Funktioniert bisher tadellos, selbst bei Wind. Unsere erste Gaspatrone benutzen wir nun seit über einer Woche!

Nun zaubert er uns jeden Tag ein warmes Essen. Das ist nicht nur kostengünstig, sonder es macht auch Spaß und ist gesund.

Keine nervige Suche mehr, wenn Frau plötzlich Hunger hat. Kein überteuertes Touri-Food. Und nur die Menge, die man wirklich möchte. Im Restaurant wird doch meist zu viel serviert.

Hier also unsere Top 3 der schnellen, leckeren UND vegetarischen Gaskocher-Gerichte:

  1. Frühstück und auch alle anderen Mahlzeiten: Porridge

Wie habe ich es früher verabscheut. Aber nun ist es mein absoluter Favorit an unterwegs-essen. Leicht, schnell, satt und LECKER!

Du brauchst:

-Wasser und Haferflocken

-Zucker, Salz, Honig, Milch

-eventuell Nüsse, getrocknete Früchte, oder was du sonst so gerne magst

Das musst du tun:

Für das Grundrezept benötigst du 40 g Haferflocken und in etwas das 5fache an Wasser. (Oder Milch)

Mit einer Prise Salz das ganze zum Kochen bringen. Dann noch 2-3 Minuten ziehen lassen oder für eine cremigere Konsistenz 2-3 Minuten köcheln lassen.

Variationen:

Man kann Porridge essen wie man möchte. Salzig, süß oder gemischt. Birgit aus Folkestone kennt folgende Idee aus Schottland:

Die Haferflocken mit Wasser kochen und salzen. In eine Schüssel füllen, am Rand etwas Milch hinzufügen und oben drauf brauner Zucker.

Unserer Favorit ist die süße Variante mit Honig. Alex mischt den Honig schon beim kochen unter, so dass er schön in die Haferflocken gezogen ist.Porridge in der Tasse

2. Mittag und Abendessen: Reistopf mit Möhren und Pilzen

Auch Reis ist ein kleiner Allrounder. Du kannst ihn mit allem möglichen Kombinieren.

Wir haben uns für Möhren, Ei und Pilze entschieden. Als erstes haben wir den Reis gekocht und die Möhren geviertelt.

Nach 10 Minuten Reis kochen, haben wir die Möhren dazu getan, bis sie etwas weicher sind.

Danach die Pilze und Ei anbraten und alles mischen. Fertig! Eintopf mit Reis

3. Kartoffeln mit Quark

Schnell, lecker und sehr gesund! Wasser zum Kochen bringen, Kartoffeln geviertelt dazu und schön durchkochen.

Wir mögen Kräuter- oder Knoblauchquark dazu. Salz und Butter geht natürlich auch. Hat man auch meistens dabei.

Das waren unsere ersten Empfehlungen, gern lassen wir weitere Folgen. Wir testen weiter, welche Gerichte sich gut und einfach kochen lassen.

Was habt ihr noch für Ideen? Wir wünschen euch auf jeden Fall erst einmal guten Appetit!

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Friede, Freude, Eierkuchen – Urlaub!!!

Im Urlaub und auf Reisen ist nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen. Das kennt ihr bestimmt aus eurem eigenen Urlaub oder Reisen?!

Auf einmal verbringt man wahnsinnig viel Zeit miteinander, es fehlen aber die Rahmenbedingungen eines Alltags. Manchen Menschen fällt das leichter, andere haben damit große Probleme.

Das musst du für einen Friede, Freude, Eierkuchen – Urlaub tun.

Im Falle eines normalen Urlaubs sollte man vorher über Erwartungen sprechen oder am besten keine haben. Jeder hat doch meist eine Vorstellung, wie er den Urlaub beginnen möchte. Das sollte man seinen Mitreisenden mitteilen. (Das Gleiche gilt natürlich für jegliche Arten der gemeinsamen Unternehmung, also auch für eine längere Reise. )

Der eine benötigt vielleicht 3 Tage Strand und Lesezeit, um nach dem hektischen Alltag herunterzukommen. Andere wollen sich sportlich betätigen, raus in die Natur, Action oder ihrem vernachlässigten Hobby nachgehen.

Wenn das geklärt ist, ist die erste Hürde bereits geschafft.

Für den weiteren Urlaub gilt reden, reden, reden.

Doch was tun, wenn es nicht so Friede, Freude, Eierkuchen läuft, wie man sich das wünscht?

Dieser Fall ist bei uns eingetreten. Wir waren eine Woche auf dem Wild Atlantic Way in Irland unterwegs und wollten dann eigentlich wieder auf einer Farm  einkehren.

Doch es fand sich keine. Wir haben es wieder über wwoofing und workaway versucht, doch für den Sommer waren wir diesmal zu spontan und alle waren ausgebucht.

Dann haben wir die Stellenanzeigen durchwühlt, aber für eine „normale“ Arbeit reichte die Zeit nicht so richtig. Und so wirklich wollten wir das nicht, wir wollten irgendwo gemeinsam arbeiten.

Als in Irland scheinbar alle Möglichkeiten ausgeschlossen waren, beschlossen wir weiter zu ziehen. Großbritannien interessiert Alex sehr und nach London wollten wir doch sowieso. (Harry Potter Museum)Filmstudios London Winkelgasse Harry Potter

Wir haben in Irland also noch schnell einen Tierarzt aufgesucht, denn Katie brauchte ihre Rückreisepille (Ein- und Ausreise Bestimmung Groß Britannien).

Auch für die Farmen in GB über workaway bekamen wir nur absagen. Wir hatten echt die Nase voll.

Während wir so durch Wales fuhren und uns schon mächtig in der Wolle hatten, fuhr Alex auf einmal auf eine Farm und sprach den Farmer an. Dann verwies er auf mich und teilte mir mit, dass ich dem netten Herren jetzt erklären durfte, was wir wollen.

Ich bin sehr rot geworden!

Der Farmer hat auch ein bisschen irritiert geguckt, was die beiden Deutschen da eigentlich von ihm wollen. Er dachte bestimmt, dass wir ihn veräppeln.

Aber tatsächlich braucht er Hilfe, da einer seiner Arbeiter sich krank gemeldet hat und die Silage Ernte ansteht. Alex sollte am nächsten Morgen um acht wiederkommen.

Er dachte sicher nicht, dass wir wirklich kommen. Keiner kannte den Namen des anderen. Aber Alex war pünktlich da und wurde sofort mitgeschleift.

Ein paar Stunden später saß er auf dem Traktor und tobte über die Felder. Endlich war er wieder glücklich! – Friede, Freude, Eierkuchen.

Wir haben also gelernt, dass Alex nach mehr als einer Woche ohne Traktor/Tier/Arbeit sehr unleidlich wird. Außerdem sollte Sandra sich nicht alles zu Herzen nehmen.

Das wichtigste jedoch, was wir gelernt haben: EINFACH FRAGEN! 

Natürlich hatten wir sehr viel Glück, dass es gleich so gepasst hat.

Bis hierher war es eine anstrengende Woche für uns. Wir waren immer hin und her gerissen, zwischen Antworten abwarten, Farmen ansprechen, unser eigenes Ding machen. Total chaotisch.

So ist es doch immer mal. Egal ob man auf Reisen ist, im Alltag oder in einer Neu-Findung. Das Motto lautet Ruhe bewahren und im Zweifel mal eine Entscheidung treffen!

Es ist ein abgedroschener Spruch, aber er ist sehr wahr. Ruhe bewahren! In sich gehen und atmen. Dann klappt es auch wieder mit dem Nachbarn ;-).

Habt ihr auch schon solche Situationen erlebt, wo ihr mit eurem Partner zickig umgeht, obwohl ihr das gar nicht wollt? Man weiß gar nicht so recht warum und auch nicht was man schnell dagegen tun kann?

Wir freuen uns über Kommentare und likes. Bleibt doch bei uns (Newsletter), es wird bald einen Beitrag über das Thema Milch und Milchfarm geben. Ein Thema, was uns sehr beschäftigt, Angesicht der Haltung der Tiere und Milchgenuss.

Hier kommt Alex!

Nachdem ich nun mehrere Wochen gedrängt wurde, einen Blogartikel zu schreiben, habe ich jetzt keine Ausreden mehr. Achtung – es geht los.

AlexIch bin Alex, wie ihr schon wisst. Und was ich hier mache, sieht mir irgendwie gar nicht ähnlich. Ich war tief verwurzelt an meinem Heimatort, auf meinem Hof, wo ich groß geworden bin. Nie hatte ich Interesse ihn zu verlassen oder gar in den Urlaub zu fahren. Doch das Leben überrascht mich immer wieder. Denn jetzt stehe ich mitten in Italien, habe riesengroße Berge und das Meer gesehen. Nicht zu vergleichen mit der sächsischen Schweiz und der Ostsee, wo ich schon war. Das ist alles sehr überwältigend für mich. Obwohl ich sagen muss, dass meine Frau eindeutig mehr aufgeregt zu sein scheint. Was so nicht vorherzusehen war.

Die Zeit bis zur Abreise war für mich sehr anstrengend, weil so viel zu regeln war. Die Übergabe meines Hofes hinterließ komische Gefühle, doch bereut habe ich bisher nichts. Natürlich fällt mein Blick überall auf die Landwirtschaft und die Traktoren. Die Unterschiede finde ich sehr interessant, denn ein Grund für diese Reise, ist die schlechte Umsetzung der Landwirtschaft in Deutschland. Schon hier in Italien sieht man, wie es besser laufen kann. Das gefällt mir und ich möchte irgendwo auf der Welt meinen Ort finden, in dem ich auch wieder Landwirtschaft betreiben kann.

Jetzt erzähle ich euch aber erst einmal etwas über die italienischen Autofahrer. Als Erstes sollte man wissen, dass jeder der nicht die doppelte vorgegeben Geschwindigkeit fährt, ein Verkehrshindernis dargestellt. Zweitens, wer schneller fährt als die Italiener, der macht was verkehrt. Drittens: Hupen sollte nicht als Kritik aufgenommen werden, sondern als freundlicher Hinweis. Viertens: Immer schön im Strom mitschwimmen. Wenn man aber mal langsamer ist, dann schön am Rand fahren, in der Mitte ist Platz für die, die überholen wollen.

Mein Fazit zu Italien: Alle sehr freundlich und entspannt. Auch ohne Sprachkenntnisse bin ich hier bisher gut klargekommen.  Nun bin ich gespannt, wie das Bergvölkchen so ist.