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Polen

Polen ist ein Nachbarland zu Deutschland, Tschechien, Weißrussland, Litauen, Slowakei und der Ukraine. Die Hauptstadt ist Warschau und auch gleichzeitig die größte Stadt. Flächenmäßig bietet Polen 312.679 km².

Polen ist ein geschichtsträchtiges Land und hat auch eine interessante Landschaft. Wer sich näher dafür interessiert, ist bei Wiki für den Anfang gut aufgehoben.

Wir fahren schon seit Stunden durch Wälder, kleine Ortschaften und wieder Wälder. Nadelwald und Laubwald mischen sich ab.

Die Wanderlust kann nicht nur in den Wäldern ausgelebt werden, sondern auch im Gebirge. Sudeten-, Karpaten- und Heiligenkreuzgebirge bieten genügend hohe Gipfel, die erklommen werden wollen. In dieser herrlichen Natur findet sich natürlich auch eine Tiervielfalt. Elch, Bär, Wolf und Luchs, auch der Biber haben hier ihren Lebensraum.

Wild Campen ist in Polen zwar eigentlich verboten, doch geahndet wird es wohl nicht wirklich. Da muss man sich schon mächtig daneben benehmen und dann gibt es die Strafe wahrscheinlich nicht für das Zelten im Nirgendwo.

Doch wer sein Zelt legaler weise beim Bauern aufschlägt, bekommt auch noch frische Eier und sonstige polnische Köstlichkeiten dazu.

Mit Hunden scheinen die Menschen hier sehr entspannt umzugehen. Ihre eigenen Hunde sind oft frei und kommen einfach zu uns. Freundliche Beschnüffelung und dann geht es weiter.

Ein Tipp an die Autofahrer: mitfahren und nicht reizen lassen. Die Polen düsen hier recht zügig herum und wir wurden permanent überholt, auch als wir 20 km/h schneller als erlaubt fuhren. Ansonsten fährt es sich recht entspannt, die Straßen sind gut und ausreichend beschildert. Maut für normale Autos gibt es noch nicht.

Natürlich gibt es noch viel mehr über Polen zu Wissen, doch das werden wir wohl später erst selbst herausfinden können. Ein Besuch ist dieses schöne Land auf jeden Fall wert!

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7 Tipps für deine Reiseplanung

Wie kannst du dich vorbereiten, damit deine Reise auch wirklich schön wird?

Wir hatten schon einmal darüber berichtet, wie man NICHT  plant. Wir sind auch immer noch nicht die Planer. Um genau zu sein, überhaupt nicht. Ich, Sandra, bin jedoch gern über das Land informiert. Über das was mich an Land, Leuten und Infrastruktur erwartet. Die Anreise wird natürlich geplant. Es muss eben auch immer Hunde gerecht sein.

Jedes Land hat seine Besonderheiten, seine Eigenheiten und Sehenswürdigkeiten. Um besser entscheiden zu können, wo wir hinwollen, lese ich darüber. Das heißt nicht, dass wir wirklich dahin fahren. Aber ich habe mir einen Überblick verschafft, wo was ist und wo es sich vielleicht lohnt hinzufahren.

Meist ist es so, dass wir auf der Fahrt wo auch immer hin, uns dann über unsere Vorstellungen und Wünsche austauschen. Da ich auch die Anfahrt plane, habe ich dann schon einen peil, wo wir rauskommen und welchen Ort wir als Erstes anpeilen.

Wenn es uns unterwegs irgendwo besser gefällt dann bleiben wir da. So war es zum Beispiel in Wales. Wir verließen Irland, weil sich so gar nichts Passendes ergab. Schnell eine Fähre gebucht und ab nach Großbritannien. Ich kam nicht dazu, irgendetwas zu lesen, da es so schnell ging und ich wenig Empfang hatte.

Als wir dann von Holyhead ins Landesinnere starteten, hatten wir kein Ziel und keinen Plan. Wir staunten Bauklötze direkt aus dem Fenster raus, hoffentlich gab es keine Unfälle nach uns.

Wir waren im Snowdonia Nationalpark. Toll sah die Landschaft aus. Mehr konnte ich nicht herausfinden, da ich kein Netz hatte. Wir hielten also in der nächstgrößeren Stadt an, die alle Infos für die Touris bereithielt. Wandern, klettern und Erholung findet man hier. Ich bin im Paradies, also fast. Internet fehlt, denn ich musste arbeiten.

Eine spannende und wunderschöne Gegend, für die wir viel zu wenig Zeit hatten und unbedingt noch einmal besuchen wollen. Wales hat eine sehr witzige Sprache, die wir später auch noch öfter hören durften.

Ohne Planung kann man also auch schöne Orte entdecken. Dafür ist natürlich Zeit sehr hilfreich, denn wir hatten keine für unsere Entdeckung.

Das war ein kurzer Einblick in unser spontanes Reiseleben. Doch ein paar Sachen gibt es, die ich eben auch vorbereite und die auch für dich wichtig sind. Ein, zwei Dinge sind ebenfalls hilfreich, um spontan zu bleiben und trotzdem tolle Orte zu sehen.

Wichtig ist, dass du herausfindest, was du für ein Typ bist. Stress und Sorgen vor der Abreise müssen nicht sein.  Und vermiesen einem auch irgendwie das los reisen. Das Gleich gilt für unterwegs. Stress ist sowas von unnötig im Urlaub, wie ein Furunkel am Auge.

Lass uns starten. Hier findest du unsere 7 Tipps für deine Reiseplanung:

Tipp 1: Mit wie viel Geld kannst du wo und wie lange hin?

Check deine Finanzen, denn die bestimmen doch maßgeblich wo und wie lange du reisen kannst. Gut für die Dauer hat wahrscheinlich dein Chef noch eine Stimme. Aber die Stimme deines Bankkontos ist lauter.

Das Geld bestimmt zusätzlich zur Dauer auch das Ziel Beziehungsweise das eine bedingt das Andere. Eine teure Anreise verkürzt vielleicht die Aufenthaltsdauer.

Wir wählen zum Beispiel gern unbequeme, dafür sehr günstige Reisezeiten. Fähren sind Nachts besonders günstig, Flüge kosten früh morgens und spät Abends nicht so viel. Insgesamt gilt, je flexibler du bist, desto besser kannst du auf Angebote reagieren.

Tipp 2: Impfungen und andere organisatorische Dinge (Visum, Versicherung und Papiere)

Nicht in jedem Land musst du dich um so viel Orgakram kümmern. Doch wer zum Beispiel in den kommenden Herbstferien ins Warme will, muss schon etwas weiter weg. Und da kann schon das ein oder andere wichtig sein.

Brauchst du einen bestimmten Impfschutz? Das kann dir in vielen Fällen schon dein Hausarzt sagen. Zur Not schickt er dich tatsächlich zum Tropenarzt. Eine tolle Beratung gibt es auch in den Globetrotter Filialen.

Ansonsten weiß Dr. Google darüber schon viel, ob und an wen du dich wenden kannst.

Gängige Impfungen wie Tetanus, Hepatitis A und B sollten schon drin sein. Beziehungsweise die Impfdiskussion müssen wir nicht hier führen. Es kann jeder für sich selber festlegen, wie viel er impft.

So, nächste Frage: Visum? Mach dir nicht so einen Stress deswegen. Schau, ob du für dein Reiseziel eines benötigst und dann beantragst du es. Oft gibt es auch ein Visum on arrival. Das wird also ausgestellt, wenn du ankommst.

Wenn du mehrere Länder bereist, dann besorgst du dir nur das Visum vom ersten Land. Die folgenden Visa organisierst du unterwegs, in den Botschaften. Alles ganz einfach.

Dann noch mein Lieblingsthema: Versicherungen! Auch da gehen die Meinung pro Person und Reiseziel auseinander. Die einen haben gar nichts, die anderen alles.

Deine Krankenversicherung kann dir schon am Telefon sagen, ob und wo und wie du im Ausland versichert bist. Das ist schon echt sinnvoll, sollte tatsächlich einmal etwas passieren.

Wenn etwas passiert und du hast keine Unterlagen dabei oder hast vorher nichts abgeschlossen, dann gilt: Ruhe bewahren! Du wirst trotzdem behandelt und du landest danach auch nicht im Knast, weil du irgendwelche Kosten nicht bezahlen kannst.

Viele fühlen sich wohl damit, wenn sie eine Versicherung abschließen, die einen nach Deutschland zurückbringt.

Kommen wir zu den wichtigen Dingen: Die Papiere!

  • Personalausweis
  • Geldkarte und Kreditkarte
  • Führerschein (ggf. international)
  • Krankenversicherungsausweis
  • Reisepass
  • TAN-Nummer oder per SMS-Tan einstellen
  • Handykarte/ SIM-Karte
  • Ticket ausdrucken oder mobil mitnehmen

Darüber darfst du dir eingehend Gedanken machen, dass du nichts vergisst, wie du sie aufbewahrst und wo du zur Sicherheit Kopien davon hast. In einer Cloud zum Beispiel, dann kannst du von überall her zugreifen.

Tipp 3: Verkehrsmittel

Das ist für mich ein wichtiges Thema. Ich weiß gar nicht genau warum. Für mich ist es interessant zu wissen, wie die Infrastruktur ist, wie sind die Autofahrer drauf und wie kann man eventuell mal mit Öffis eine Stadt erkunden oder sich nach einer langen Wanderung nach Hause kutschieren lassen.

Besonders wichtig: Darf der Hund mit?!

Zweiter wichtiger Punkt, wie kommen ich an Tickets? Das hat uns in London überrascht, denn die super günstigen Tickets gibt es im Laden. Nicht beim Busfahrer.  (so günstig, da hat die Stadterkundung noch mehr Freude gemacht)

Tipp 4: Routenplanung

Das ist etwas, das bei uns meist in die Hose geht. Auch Freunde fragen oft, wo es hingehen soll. Wir zucken mit den Schultern. Mal sehen. Eventuell da und da hin. Jap. So sieht es  aus. Ist aber Typsache.

Wenn du dein Reiseziel hast, dann empfehle ich dir dich über das Land zu erkundigen und schlau zu machen. Alles andere findet sich von allein. Vielleicht buchst du noch deine erste Unterkunft, dann kannst du ausgeschlafen die Gegend erkunden.

Reise langsam und aufmerksam. Rede mit Einheimischen, die haben die besten Tipps auf Lager.

Ansonsten lass dich doch einfach inspirieren!

Bedenken solltest du das Wetter. Mitten in der Regenzeit im Urwald ist vielleicht nicht das Richtige. Ich schaue auch nach den Saison Zeiten. Ich bin gern da, wenn die anderen nicht da sind. Spart Geld und Nerven.

Tipp 5: Gibt es Internet?

Klingt jetzt wieder doof und als würde man die ganze Zeit online unterwegs sein. Doch es geht tatsächlich auch um das Reisen. Spontane Planungen gehen oft gut und einfach im Internet. Außerdem kannst du dort die Preise vergleichen.

Manch anderer kann seine Arbeit mitnehmen, das hat Vor- und Nachteile. Doch meistens benötigt man eine Verbindung. Also einfach vorher mal abchecken. Auch SIM-Karten kann man sich nach Hause schicken lassen, dann muss man nicht erst vor Ort suchen.

Tipp 6: Organisiert packen, aber ohne Drama

Du bist in der Welt, nicht aus der Welt. Was auch immer du vergisst, wahrscheinlich brauchst du es nicht wirklich, sonst hättest du es nicht vergessen, oder du kannst es vor Ort nachkaufen.

Nimm nicht zu viel mit. Lege all deine Sachen aufs Bett, checke, ob alles dabei ist und dann pack es in den Rucksack. Fertig. Kein Drama. Vorhang bitte!

Für die Inspiration und die Listentypen unter uns, findest du hier eine Allrounder Packliste, für jede Gelegenheit was dabei. Zum Ausdrucken und abhaken.

Tipp 7: Loslegen!

Wie bei allen Sachen macht es auch hier die Übung. Je öfter du reist, desto leichter wird es dir fallen. Ich mache keine Listen mehr, aber sehr wohl noch diese Gedanken, die ich dir hier aufgeschrieben habe.

Wenn in der Liste etwas fehlt, dann lass es uns wissen. Wenn dir der Artikel gefallen hat, dann freuen wir uns, wenn du ihn teilst!

Viel Freude beim vorfreuen bis zum Reisestart.

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Filmkritik oder Realitätskeule

Heute gibt es einmal eine Filmkritik, obwohl ich den Film gar nicht so sehr auseinander nehmen und bewerten möchte. Denn es geht mir einfach um die Dinge, die er angesprochen hat. Mit denen er mir aus der Seele gesprochen hat. Dinge und Entwicklungen, die mir Angst machen, sind in diesem Film klar und einfach dargestellt.

Trotzdem sitzt um uns herum die Jugend und lacht, obwohl es nichts zu lachen gab. Ihre Augen sind zu, ihre Köpfe mit anderen Dingen beschäftigt. Vielleicht hat die Sexszene zu sehr abgelenkt. Ohne sie würden den Film jedoch nur halb so viele Leute ansehen? Keine Ahnung, ich versuche mich in Verständnis für die jungen Menschen zu üben. Bin ich doch selber jung.

Der Film „Jugend ohne Gott“ ist nicht geheimnisvoll, ohne Schnörkel und Verzauberung. Klar und direkt zeigt uns der Regisseur Alain Gsponer, wie seine Meinung zu der aktuellen Entwicklung der Menschheit aussieht.

Jugend ohne Gott – Zach

Der Film basiert auf einem Roman aus dem Jahre 1937, der schon mehrfach verfilmt wurde. Der Autor Ödön von Horvath ist österreich-ungarischer Herkunft. In dem Roman geht es um einen Lehrer, der bestraft wird, weil er einen Schüler darauf hinweist, dass auch Schwarze gleichwertige Menschen sind.

Preis: EUR 7,50

Für diesen Film wurde die faschistische Thematik in die Gegenwart transformiert und auf eine Gewinner und Verlierer Situation fokussiert. Damit ist es ein sehr zeitgemäßes Stück über unsere Leistungsgesellschaft. Schon im Kindergarten geht es heutzutage um Frühförderung in allen Belangen.

Was daraus entstehen kann, zeigt dieser Film. Denn diese Gegenwart ist von unserer nicht mehr weit entfernt. Eine fiktive Stadt mit Hochhäusern und Slums rundherum. Menschen die ganz chic im Stadtinneren wohnen und in den Außenbezirken ist es laut, dreckig und eng. Die Schere von reich und arm wird gefördert und propagiert. Beide Seiten jedoch leben unter Angst. 

Die einen wollen nicht auffallen und herunterfallen, die Anderen wollen nicht bestraft werden und als Sündenbock herhalten müssen.

Unsere Werte, Liebe und Moral spielen in dieser Zeit keine Rolle mehr. Die Frage, die sich mir sofort stellte war, spielt es denn momentan noch eine Rolle?

Leistung und Effizienz sind die neuen Werte. Dein Leben wird überwacht und analysiert. Maschinen wissen alles von dir. Und sind, Gott sei Dank, trotzdem machtlos.

Der Protagonist und eigenständig denkender Schüler Zach beginnt mit der Erzählung der Geschichte, während er mit seinen Mitschülern zu einem Assessment Camp fährt. In diesem Camp treten die Schüler gegeneinander an, um einen der begehrten Plätze in einer Universität zu ergattern.

Dieser Konkurrenzkampf schafft natürlich Potenzial für Streit. Gemeinsam im Team, so soll es nach außen aussehen. Wer Schwierigkeiten hat, bekommt Pillen.

Auch hier gibt es eine Lehrerfigur. Die Geschichte wird auch noch mal aus seiner Perspektive erzählt. Seine Angst ist es, nicht mehr in einer Eliteschule unterrichten zu dürfen. So stellt er seine Unterstützung an Zach und einen anderen „schwachen“ Schüler ein.

Das Camp endet in einem Drama. Wir saßen ziemlich geplättet in dem Kino und hätten am liebsten die lachenden Jugendlichen geschüttelt.

Stattdessen startete bei uns wieder die Diskussion, was wir denn gegen diese Entwicklung tun können!?

Natürlich können wir die Welt nicht retten und meist hat man das Gefühl, dass man eigentlich gar nichts tun kann.

Doch so ist es nicht. Jeder kleine Schritt ist EIN Schritt, ein wichtiger Schritt.

Wir haben unseren Schritt getan, wir haben uns Zeit genommen, um heraus zu finden, was uns alles wichtig ist.  Und was uns NICHT wichtig ist. 

Unser Beitrag, unser kleiner Schritt für diese Welt sind wir selber. Unsere denkenden Köpfe. Unsere arbeitenden Hände. Nicht im Gleichklang mit der breiten Masse, sondern genau in unserem Klang.

Schaut euch den Film an und sagt uns eure Meinung! Wir sind echt gespannt. Wie steht ihr zu dem Thema unserer aktuellen Gesellschaftsentwicklung?