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Unsere Top 3 der negativen Dinge in Irland

Nach so vielen schönen Bildern und Geschichten über Irland, sehen wir der Realität einmal ins Auge. Irland ist kein Wunderland, sondern besitzt auch ein paar Schwachstellen. Wir haben einmal unsere TOP 3 der negativen Dinge in Irland aufgeschrieben.

Zumindest eines davon ist ein größeres Problem, mit gefährlichen Konsequenzen. Ich mag dieses Land trotzdem sehr und Probleme sind zum lösen da, nicht wahr?

Starten wir mit Punkt 3, einem nicht sehr schwerwiegenden Problem:

Kein schnelles Internet!

Für mich als Internet-Schnarchnasenbär ein wichtiges Thema. Für den erholungsbedürftigen Urlauber vielleicht ein Segen.

Legt die Technik doch einfach mal weg!

*für mich natürlich keine Option, schon allein der Geotag auf meinen Fotos erleichtert mir das Recherchieren ungemein*Urlaub Handy

Punkt 2 betrifft auch die Urlauber:

Privatisierung!

Wenn schon schöne Natur, dann möchte man doch auch mal in ihr herumspazieren. Wer seinen vierbeinigen Liebling mitbringt, braucht schöne Schnüffelrunden. Bei den ganzen Pferden im Land, dachte ich an ausgeschilderte Reitwege.

Doch Fehlanzeige. Es gibt ein sogenanntes restriktives Wegerecht. Das bedeutet, des dürfen nur die nicht privaten und öffentlich ausgewiesenen (public Footpath) bewandert werden.Irland EIntritt verboten

Irland privatisiert mehr und mehr Wege. Zäune schießen wie Pilze aus dem Boden.

Die Behörde kümmert sich nicht darum, also werden einfach Verbotsschilder aufgestellt.

Nichtsdestotrotz gibt es noch genug Wanderwege. Der Burren, der Berea und der Wicklow Way ergeben ca 3000km Wanderweg. Wir wünschen viel Freude dabei!

Und hier kommt unsere Nummer 1, das Problem, was es dringend zu lösen gilt:

MÜLL!

Irland hat ein Müllproblem. Überall liegt er rum. Schöne Orte werden verschmutzt. Mülleimer sind eine Rarität. Recyceln ist auf der Insel noch nicht angekommen.Irland hat ein Müllproblem

Das Wasser in Plastikflaschen beinhalten kein Pfandsystem und so landen sie im normalen Müll oder irgendwo in der Gegend. Autowracks werden einfach abgestellt, genauso wie nicht mehr benötigte Schiffe.Irland Müll

Privater Müll wird verbrannt, verbuddelt oder im Land und Meer verteilt. Seit der Massenkonsum auch auf der Insel angekommen ist (Danke Aldi und Lidl – die Insulaner lieben euch!) nimmt auch der Müll zu.

Eine Mülltonne ist noch keine Pflicht und eine regelmäßige Müllabfuhr gibt es nur an einigen wenigen Orten. Der County Cork hat ein super modernes Abfuhrsystem eingeführt und die Iren sind darauf eingegangen. Doch kurz darauf sollten Gebühren für den anfallenden Müll bezahlt werden. Daraufhin ging die Müllabfuhr pleite.

Es gibt offizielle Sammelstellen, wo der Einwohner seinen Müll selber hinbringen muss. Also steht man momentan wieder an dem alten Punkt, selbst ist der Ire.

 

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Das zweite Mal Wwoofing – diesmal in Irland

Wir sind diesmal auf direktem Weg zu unserer Wwoofing-Farm gedüst. Es war nämlich keine andere Zeit frei, auf der begehrten Lanespark-Farm in Irland. 

Auch Irland hat eine eigene, gut aufgebaute Wwoofing Seite, auf der sich die Host-Farms vorstellen können. Lanespark hat uns sofort gefallen. Genug Tiere für uns alle, ein Haufen Hunde für Katie und eine tough klingende Farmerfrau. Es stand in ihrer Anzeige, dass hier tatsächlich bei jedem Wetter gearbeitet wird und das ihre Tiere zum Essen da sind. Die Feedbacks wiederum bedankten sich für ihre Herzlichkeit und Offenheit und überhaupt. Und tatsächlich ist Anne Strahan genauso: wahnsinnig herzlich, aber direkt. Sie sagt, was Sache ist, was sie möchte und wie sie es möchte.

Als Dankeschön gibt es nach dem Abendessen Scharade, sonntags ein echtes, irisches Frühstück und gratis Englisch-Nachhilfe.

Es ist eine Farm, also gibt es immer etwas zu tun. Aber in Hektik verfällt hier keiner. Gegen um 9 Uhr gibt es Frühstück und danach werden die Tiere versorgt und gezählt. Schafe natürlich nicht sonst würden wir direkt wieder ins Bett gehen. 9 Rinder müssen es sein, 3 Schweine und viele Hühner.

Farm Irland Rinder
Die kleinen Kühe mit ihrem noch kleineren Bullen

Alex hat hier den Traktor, das Mähwerk und den Heuwender generalüberholt. Danach war der Stall dran. Das Dach drückt die Wände auseinander. Oder die Wände sind gewandert und das Dach hat sich abgesenkt. Irgendwie so, Alex fixed it! Good Job! Sein Englisch wird auch besser. Anne ist sehr dankbar und gibt Alex so viel Anerkennung. Das ist wirklich schön. Dafür konnte ich jeden Tag meiner Computerarbeit in Ruhe nachgehen. Ab und zu gab es ein bisschen Gartenarbeit, aber das hat mir hier viel Freude gemacht.

Die Hunde hatten nach 3 Tagen auch Freundschaft geschlossen, so dass wir alle gemeinsam in der Küche oder dem Wohnzimmer sein konnten.

Untergebracht waren wir in einem ihrer wunderschönen Zimmer, in einem nicht ganz so bequemen Bett, aber die riesige Bettdecke machte das wieder wett. Katie durfte bei uns schlafen. Bekocht wurden wir auch immer. Anne mag ihre Küche gern für sich haben, also hat sie auch gekocht. Alex bekam genügend Fleisch und für mich gab es Käse.

Irland Abendessen
Gemeinsames Essen mit der Familie

Die Gespräche drehten sich natürlich viel über Landwirtschaft, sehr zu Alex Freude. Aber auch über unsere Leben und Anne hat sicherlich eines der interessantesten. Sie ist außerdem Künstlerin, ich verlinke euch mal ihre Facebook-Seite. Wenn ihr ein Tierporträt oder anderes sucht, seit ihr bei ihr an der richtigen Adresse. Sie hat selber 3 Kinder und eine Enkelin. Außerdem zeigte sie uns zwei sehr niedliche Pubs. Die haarige Diskussion über den Alkohol in Irland und Alkohol am Steuer führten wir natürlich tapfer. Hatten aber keine Chance. Alkohol gehört hier zum guten Ton und ohne Auto geht hier oft nichts. Neben der wunderschönen Landschaft, den netten Leuten, vielen Tieren, ist das eben mal ein Minuspunkt auf der Länderskala.

Wir waren einen Tag auf dem Berg Devils Bit, weil wir klettern wollten. Es ist der einzige Kletterfelsen hier in der Umgebung. Leider hat es geregnet und wirklich hoch war es auch nicht. So sind wir also ein bisschen umher gewandert. Dabei haben wir wild lebende Pferde entdeckt – wunderschön.

Countryside Irland
Countryside

Wir hielten Ausschau nach leerstehenden Farmen und träumten uns hierher, träumten, was man mit den Häuschen machen könnte, wie viel Tiere wir haben würden …und so weiter. Wir lieben Irland. Es ist wirklich wunderschön und wir wollen noch viel mehr sehen.

Für die kommende Zeit gibt es momentan noch keinen Plan, außer dass wir am Sonntag Lanespark verlassen werden. Mal sehen, ob wir noch eine Wwoofing Farm finden werden oder Irland auf eigene Faust erkunden werden.

Fazit: Wir sehen auf Lanespark, wie entspannte Farmarbeit laufen kann. Die Tiere sind draußen und glücklich. Man hat Zeit für andere Dinge. Entspannt und schön eine Sache nach der anderen.

P.S.: Hinterlasst uns gern eure Fragen in den Kommentaren! Wart ihr auch schon in Irland und wie hat es euch gefallen?

Irland – Éire

Kennt ihr die Angst vorm Wasser? Schwimmen, Baden, manchmal auch rutschen mag ich zwar gern, aber auf so einem Schiff plus Seegang hab ich doch die Buxe ein bisschen voll. Ich mag nicht herausfinden, wie weit ich wirklich schwimmen kann. Oder eben auch nicht. In Irland haben wir mit einem Hausboot den Fluss Shannon abgeschippert. Das war schön und spannend, vor allem die vielen Schleusen oder wenn Gegenverkehr kam. Allerdings trafen wir auch auf einen nicht ganz kleinen See, den Lough Ree. Genau dort war die Spannung ein bisschen sehr groß. Lough Ree ist einer der Seen, den der Shannon durchfließt. An diesem Tag gab es ein paar mehr Wellen, die unsere kleine Nussschale bewältigen musste. Ich gebe zu, mir war etwas schlecht. Doch eher vor Angst. Die Wellen waren nicht so hoch oder das Wetter so schlecht. Es war ein recht kleines Boot. Und mal ehrlich, wirklich Ahnung hatte doch keiner von uns. Es gab zu Beginn eine Einweisung und eine Testfahrt, die man halbwegs bestehen musste. Ob man da wirklich durchfallen konnte, weiß ich nicht. Jedenfalls war mein Vertrauen in die Fahrkünste meiner Mitreisenden nicht endlos. Herr T und Frau B haben dann auch noch ein bisschen lauter miteinander gesprochen, das ist nicht gerade beruhigend. Sicher hätte ich das schwimmen können. Vielleicht. Irgendwie bleibt die Angst trotzdem vor diesem großen, mächtigen Element Wasser.

Wir sind jedoch heil und gesund angekommen. Entlang des Shannon wurden im Mittelalter zahlreiche Burgen gebaut, so dass wir immer ein kleines Ausflugsziel hatten, wenn wir unsere gigantisch – professionellen Anlegemanöver hinter uns hatten. Die Burgen waren dann später doch immer recht ähnlich was aber wirklich immer schön anzusehen war sind die Steinhäufchen, Steintürme und Steinmauern. Das verbinde ich definitiv mit Irland und es gehört dahin.

Bild von Heiko – Photohandwerk

 

Nach einer Woche Boot schippern, haben wir uns noch ein Mietauto gegönnt und die tolle Gastfreundschaft in den Bed and Breakfasts genossen. Obwohl das Frühstück nicht meins ist, es ist recht herzhaft durch die Hausmannskost. Es gibt auch einen süßen Anteil, beziehungsweise der Porridge wird mit Zucker gereicht. Doch Teil 2 des opulenten Mahls sind Schweinswürste, Speck, Ei und Brown Bread. Zu trinken gibt es Orangensaft, aber auch schwarzen Tee und für die Touris Kaffee mit Pressfilter – das ist bekanntlich Geschmackssache. Das mit dem Tee haben die Iren echt drauf, leckerer Assam aus Nordindien. Sie haben sogar einen höheren Verbrauch als Großbritannien.

Nun haben wir also die Insel mit dem Auto unsicher gemacht. Das war schon wieder echt gefährlich, da man das Rechtsfahrgebot aus Deutschland nicht einfach ablegen kann. Auch das Schauen vor dem Straße überqueren ist so eingespeichert, dass wir gut aufeinander aufpassen mussten. Immer wieder haben wir als Erstes nach links gesehen, das hilft einem hier allerdings nicht viel, denn die Autos kommen als Erstes von rechts. Auch hier ging immer alles gut. Wir konnten mit dem Auto schöne Städte ansehen, ich liebe diese bunten Häuser.

Bild von Heiko – Photohandwerk

Die Highlights Cliffs of Moher, Dingle, Ring of Kerry und zahlreiche Destillerien haben natürlich nicht gefehlt.

Bild von Heiko – Photohandwerk

Nicht zu vergessen sind die Pubs! Tolles Feeling, wahnsinnig nette Menschen und lecker Essen. Und das Feeling, hab ich euch davon schon erzählt? Sehr urig und warm, immerzu Musik, singende und tanzende Iren. Einfach toll und locker.

In Irland kann man also vieles haben.  Ruhe, Landschaft, frische Luft, Bewegung, Tiere, aber auch schöne Städte, nette und offene Menschen.

Dublin haben wir bei Ankunft und Abfahrt ein wenig erkundet. Das ist natürlich eine klassische Großstadt mit vielen Menschen (527.612 um genau zu sein), einer Rush-Hour bei der der Verkehr zusammenbricht und Teenies in der Einkaufspassage.

Hiermit also wieder eine Empfehlung an alle dieses tolle Land einmal zu besuchen. Einfach ist es auch, da Irland zur EU gehört, die Währung ist Euro und die Ein- und Ausreise mehr als einfach. Man hat noch nicht mal einen Stempel in seinem Reisepass. Es gibt sicher andere Erinnerungen, die man mitnehmen kann.

Hier noch ein paar Impressionen. Vielen dank an Heiko, dem Fotografen der Reise.

Zuletzt noch ein Tipp als Reisebegleiter: