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Was erwartet dich in England?

Nachdem wir nun doch schon ein paar Wochen hier sind, gewöhnen wir uns langsam an einige Sachen. Deswegen möchte ich sie schnell noch aufschreiben, denn sie sind definitiv anders als in Deutschland.

Auto fahren in England

Das hier links gefahren wird, ist dir sicher bekannt. Wenn du hier ankommst, sei es mit der Fähre oder mit dem Flugzeug, erinnern dich einige Schilder, damit du es nicht vergisst. Auch wir haben uns ein zweimal gewundert, warum uns jemand auf unserer Spur entgegenkam. Doch der Groschen ist immer schnell genug gefallen.

Auch für alle anderen Fehler, die wir hier so im Straßenverkehr begangen haben, gab es wenig schelte. Die Briten sind sehr freundlich und zuvorkommend. Sicher, der ein oder andere hupt mal, aber das hilft uns ja auch zu erkennen, dass hier was nicht stimmt.

Worauf ich hinaus will, sind die Kreisverkehre. Also echt jetzt! Italien war ja schon flott, aber die Briten, die fahren einen Kreisverkehr mit 80 km/h!!! Total Irre! Die Meisten Kreisverkehre sind zwei und mehrspurig. Das hat durchaus einen Sinn.

Der Kreisverkehr ersetzt hier die Kreuzung. Das bedeutet, wer links abbiegen möchte, steht auch links. Für Geradeaus wird die mittlere Spur verwendet. Wer rechts abbiegen will, ordnet sich rechts ein.

Wichtig ist auch, dass man links und rechts abbiegen durch blinken anzeigt. Das hat den Vorteil, dass der Nächste schon losfahren kann, wenn er sieht, dass du links abbiegst. Und wenn er sieht, dass du rechts abbiegst, dann kann er selbst links abbiegen oder gerade aus fahren.

Wisst ihr wie ich meine? Vielleicht nicht ganz einfach zu erklären. Fazit: Zeigt an, wo ihr hin wollt, in dem ihr euch einordnet und blinkt. Also, zeigt auch an, dass ihr jetzt raus fahren wollt. Dann lässt euch, der hinter euch fährt nämlich von der inneren auf die äußere Spur.

Freundlichkeit

Damit sind wir auch gleich bei dem zweiten Punkt. Der Freundlichkeit der Engländer. Sie erstreckt sich über das Autofahren, beim Einkaufen oder unterwegs. Auch wenn sie nicht sofort alles persönliche erzählen, so beherrschen sie doch den Small Talk auf eine wunderbare und liebevolle Weise.

Kosenamen werden häufig gebraucht und sie erzählen einfach ein bisschen. Wenn Sie nichts zu erzählen haben, dann fragen sie und, das finde ich einen wichtigen Punkt, sie hören sich die Antwort an.

“How are you” ist hier nicht nur eine Floskel! Wenn ich der Kassiererin darauf hin eine kleine Story erzählen kann und mag, dann hört sie zu und antwortet auch noch. Da ich wohl recht kurzweilig erzählt habe, hat sich die Schlange auch noch mit eingemischt. So war der Einkauf sehr lustig und ich habe den Laden mit einem Lächeln verlassen. (ich habe übrigens erzählt, wie sich der Hund in Poop gewälzt hat und danach kuscheln kam!)

Apropos: einkaufen in England

Warum wir hier bei Lidl einkaufen? Tja, das ist ganz einfach. Alle anderen Supermärkte haben ein riesiges Kunststoffproblem. Lidl ist da das kleinere Übel.

In England muss alles in Plastik verpackt werden. Warum? Keine Ahnung!

Ich kam mit meinen losen Kartoffeln an die Kasse, da ich meinen eigenen Beutel dabei hatte und die Kassiererin fragte mich bei jeder Kartoffel, ob die denn dann nun in einen Beutel soll! Und danach wollte sie den Humus, der schon in einem Kunststoffbehälter war, noch ein mal in einen Plastikbeutel packen.

Das sammelt sich dann im Hafen…

Auch Glas vermisst man hier schmerzlich, außer beim Alkohol. Kein Joghurt oder Milch oder Wasser gibt es in Glasflaschen. Deswegen gibt es nun bei uns Tee (In der Glaskanne:)) und die Milch vom Hof in der traditionellen Milchkanne.

Andere Möglichkeiten sind der wöchentliche Markt, auch da kann man seine eigenen Beutel mitbringen oder die alten wiederverwerten. Es gibt auch die sogenannten Co-operativen Märkte, bei denen muss man sich aber anmelden. Wenn man länger hier bleibt, ist das sicher eine gute Idee, um nachhaltig und gut einzukaufen.

Wir haben uns nun erst ein mal für das kleinere Übel entschieden. Weniger Plastik und ein mal die Woche Markt.

Da sind wir beim Thema essen: typisch englisches Essen

Man muss hier eigentlich nicht groß auf seine Gewohnheiten verzichten. Es gibt alles was das Herz begehrt und noch mehr, dank den Superstores.

Was man sicher auf jeden Fall mal probieren sollte, ist Fish & Chips. Das ist weißer Fisch in Panade mit Pommes (die britische Variante ist groß und innen weich). Typischerweise wird es mit Essig und Salz gegessen. Das war nicht sehr nach unserem Geschmack, aber muss man ja nicht nehmen. Mittlerweile teilen wir uns auch eine Portion, da es immer sehr reichlich ist.

Als Sonntagsessen gilt Fleisch, Kartoffeln und Gemüse. Kartoffeln gibt es hier in vielen verschiedenen Varianten, gern geröstet, gebacken, Kartoffelbrei und irgendwie immer.

Pastys ist Blätterteig mit Füllung, wie Fleisch, Gemüse oder beides.

Auch das typisch englische Frühstück haben wir schon probiert: Ei, Speck, Bohnen in Tomatensoße, Würstchen, Black Pudding (gebratene Blutwurst) und gebratene Tomaten.

Ich habe mich für die Variante Porridge entschieden und verzehre diesen nun sehr regelmäßig, da er sehr wandelbar ist. Ich mische ihn mit etwas Zucker, Kakao und verschiedenen Obstsorten. Momentan ist mein Favorit die Khaki.

Aber auch indisch, Thai und was weiß ich nicht noch findest du fast überall. Verhungern muss hier keiner.

Hunde in England

Wenn du deinen Hund mit herbringen möchtest ist das noch überhaupt kein Problemm, wie du hier nachlesen kannst. England ist ein sehr hundefreundliches Land. Überall gibt es tolle Wege, die du mit deinem Hundefreund unsicher machen kannst. Die Menschen freuen sich immer über einen Hund und möchten gern streicheln oder einen kurzen Plausch halten.

Letztens erzählte uns ein älterer Mann mit einem sehr süßen Hund, dass dieser seine 15 Namen von seinen Kindern bekommen habe. Und dann gingen wir unserer Wege.

Überall findet man Hinweise, dass man hinter seinem Hund aufräumen soll. Auch Behälter gibt es für das Poop, jedoch keine kostenlosen Beutel. Also immer einen mehr einstecken. Die Strafen für liegengelassenes Poop sind sehr hoch und sollten besser nicht riskiert werden. Sicher wird man nicht allzu häufig erwischt, aber es ist doch toll, wenn nicht an jeder Ecke Hundehaufen liegen.

Die Landschaft in England

Momentan kann ich euch nur von England berichten. Und es ist wirklich toll, wie ich euch hoffentlich hier schon zeigen konnte. Ansonsten sind das Licht, die Wolken und die Sonnenauf- und untergänge spektakulär!

Für den Hund gibt es immer genug zu schnüffeln und wandern kann man quasi ewig, falls man nicht rumdreht. Doch davon gibt es später mehr, das wird dann schon wieder speziell. Bleibt dabei und erfahrt als erste, was vor sich geht, mit unserem Newsletter!

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