Ich habe mal irgendwo gehört, gelesen oder gedacht, dass es hier bestimmt toll ist und man super wandern kann. Das kennst du sicher auch.

Dann ist man da und es sieht auch spitze aus. Doch wo fängt man an und wo geht man hin?

Oft hat man ja nicht ewig Zeit und kann einfach in eine Richtung loslaufen.

Ein bisschen Vorbereitung wie lange, wie anstrengend und wie weit es gehen soll, wäre schon von Vorteil.

Ich gebe zu, die gute alte Landkarte ist immer noch schön und sehr hilfreich. Doch wenn du viel reist, geht es dir vielleicht wie mir: Ich mag nicht immer mehr Papier und Bücher und das ganze auch noch mitschleppen.

Das ist ein Vorteil der digitalen Zeit.

Ich habe bestimmt 500 Bücher mit.

Minimum 20 Landkarten.

10 Reiseführer.

15 Flyer der Umgebung.

Das ganze wiegt nicht mehr als 5 Kilo, dank meines E-Readers*, Handy* und Laptop*.

Wie du das nun sinnvoll nutzt, erzähle ich dir jetzt.

Finde etwas über die Gegend heraus

Dafür nutze ich verschiedene Ressourcen. Der Favorit ist klar die Abendlektüre: Reiseführer.

Was ich alternativ als Sparfuchs empfehlen kann, sind die Websiten der Orte. Mittlerweile ist jedes noch so kleine Örtchen im Internet vertreten, insofern es mit Tourismus oder Geschichte zu tun hat.

Du kannst also ein wenig auf Google Maps schauen, wo du bist.

Ich gebe dir ein Beispiel.

Wir sind in England, in dem Bereich Kent. Dafür finde ich dann bei Google folgende Seiten:

Wikipedia England

Touristenseite auf Deutsch

Suche nach Kent:

Wikipedia

Offizielle Website Kent

Und schon habe ich einen groben Überblick, wo ich bin, was es hier so gibt und wo alle hingehen.

Nun ist mein Plan, die Wege daneben zu finden. Die kleinen und besonderen Sehenswürdigkeiten. Doch der ein oder andere Touri-Magnet hat eben seine Berechtigung, deswegen will ich die auch wissen und vielleicht das ein oder andere ansehen.

Nachdem ich nun genauer weiß wo ich bin, kann ich noch detaillierter suchen. Nach Städten ist es einfach. Da schaust du einfach auf Google Maps und gibst dann den Stadtnamen in Google ein.

Für Besonderheiten suche ich meist nach Blogs oder Magazinen.

Ausflüge planen

Anhand meiner Informationen schaue ich auf der Karte, wo was liegt. Nutzt du schon ein Reisetagebuch (du kannst es auch einfach Notizbuch nennen)?

In diesem schreibe ich mir meine Rechercheergebnisse und kann dann zum Beispiel Entfernungen notieren. Ich habe also 2-3 Ideen, was ich gern sehen möchte. Ich weiß, wie weit was weg ist. Nun kann ich schauen, ob ich etwas kombinieren kann oder lasse einzelne Ziele als Tagesausflug stehen.

Wenn dann doch noch Zeit und Energie übrig ist, dann zücke ich mein Buch und kann nachsehen, ob noch etwas interessantes in der Nähe ist.

Häufig nutze ich auch das Buch oder mein Handy, um mir Namen zu notieren. Durch das viele bestaunen und entdekcen, entfallen mir sehr schnell Namen. Vor allem in einer fremden Sprache. Aufschreiben hilft.

Reisetipp: Auf diese Art und Weise kannst du auch planen, wie viel Essen und Trinken du einpacken musst. Selbst mitnehmen schont die Umwelt und deinen Geldbeutel.

Wie findest du nun die besten Wanderrouten?

Hier in England kannst du ja überall hinlaufen. Footpaths wo du nur hinschaust, durch Gärten, über Felder und mitten durch den Busch.

Leider folgen diese Wege keiner Logik, so dass du aus dem Bauchgefühl heraus eine Runde laufen kannst.

In anderen Ländern kannst du nicht einfach irgendwo langlaufen. In Italien standen wir oft vor verschlossener Tür, da Privatbesitz.

Ich finde das sehr frustrierend. Doch nun scheint die Lösung da zu sein. Und zwar in Form einer App, die mich bisher voll begeistert hat.

Komoot – die Outdoor App

Komoot ist nicht nur eine App für dein Smartphone. Du kannst das Porgramm auch auf dem Rechner nutzen und ganz einfach deine Routen planen.

Du gibst Start- und Zielpunkt ein, kannst Orte dazwischen einfügen und bekommst am Ende eine Navigations inklusive Information über Höhenmeter, Wegbeschaffenheit, Wetter und öffentliche Verkehrsmittel.

Du kannst dir die Karten herunterladen, so dass du unterwegs nicht auf Internet und Ersatzakku angewiesen bist. Es gibt auch GPS Daten und Sprachsteuerung.

Du kannst deine Wanderung oder Radrunde für andere tracken, sie teilen, auf deiner Website zeigen und andere damit auf jeden Fall inspirieren und tolle Tipps und Sehenswürdigkeiten flüstern.

Hier seht ihr meine Hausrunde.

Wenn du dir nichts eigenes ausdenken möchtest, dann kannst du nach Wanderungen suchen. Dafür gibst du im Suchfeld deinen Ort ein und dir werden Vorschläge gemacht.

Achso, die App funktioniert nicht nur für Wanderungen, sondern auch für Fahrrad fahren und Joggen.

Ich habe noch nie so schnell eine Wanderung geplant.

Ein kleines Manko hat die App. Nicht immer findet das Programm die Subjektiv besten Wege. Doch da kann man auf dem Weg einfach seine Augen nutzen. Maschine bleibt eben Maschine Klick um zu Tweeten

Natürlich gibt es so etwas umfassendes nicht umsonst. Soll es auch gar nicht und der Preis ist echt human. Wenn ich alles an Karten kaufen müsste…das wäre bedeutend mehr.

Die erste Region gibt es umsonst, so kannst du in Ruhe testen, wie du die App findest. Wenn sie dir gefällt kannst du die ganze Welt für 20 €. Kleinere Pakete kosten auch weniger. Pro Region kaufst du auch die Sprachnavigation, die offline Karten und Karten-Updates mit.

Mich würde interessieren, ob du die App schon kennst?

Andere Möglichkeiten zur Routenplanung

Natürlich habe ich auch schon andere Hilfen gefunden. Zum Beispiel dieser Website. Wikiloc gibt es auch als App für dein Handy, du kannst Trails zeichnen, hochladen, teilen und von anderen anschauen.

Was es im Gegensatz zu Komoot nicht gibt: Sprachnavi, Offline Karten in normal und Joggen als Fortbewegung.

Pluspunkt: Die App kostet nichts. Ich kann mit den GPS Karten nichts anfangen, aber auf dem Handy geht es.

Die Website ist nicht so schick, wie komoot, aber die Wanderungen sind toll dokumentiert. Ich denke, wie immer ist es Geschmackssache, wem was gefällt.

Kennst du noch andere Planungsmöglichkeiten und Tipps? 

 

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