Wenn man einen Roadtrip unternimmt und nicht immer alles festlegen möchte, dann kommt die Idee des Wild campens schnell auf. Doch wie ist das Wild campen in Frankreich geregelt?

Egal in welches Land man reist, man muss sich davor mit der Gesetzeslage vertraut machen, sonst droht ein böses erwachen und die Reisekasse ist ruckzuck leer. Irland, Italien und England haben wir schon abgecheckt und ausprobiert.

Nun also Frankeich. Mein Trip war ja leider nicht so lang, wie ursprünglich geplant. Aber immerhin konnte ich wieder die Schönheit des Landes entdecken und diesmal habe ich auch eine positive Erfahrung mit der Sprache und den Franzosen gemacht.

Wild campen in Frankreich

Prinzipiell ist das wild campen in Frankreich verboten.

Egal wo. Aber es gibt ein paar Lockerungen, die mit Schildern gekennzeichnet sind. Auf diesen steht dann sowas: „Camping reglementé – s’adresser à la mairie“. Wenn du daraufhin ins Rathaus gehst, dann wird dir ein Platz zugewiesen, häufig auch mit Sanitären Einrichtungen.

In Toursmusgebieten, in der Nähe von Campingplätzen und dicht besiedelten Ortschaften wird auch streng kontrolliert. Am Strand ist wild campen ebenfalls verboten und wird sogar vom Wasser aus überprüft. Feuer machen ist auch nicht erwünscht.

Wie fast überall, darf man natürlich gern bei Leuten anfragen und mit deren Zustimmung auf ihrem Grundstück übernachten/Zelten.

Mein Schlafgemach

Wild Campen in Frankreich in Nationalparks

Auch das ist natürlich verboten, besonders Autoschläfer und Zelten. Aber es gibt eine kleine Ausnahmregelung.

Diese betrifft das Biwakieren, dass von 19 – 9 Uhr geduldet wird. Dafür muss man sich eine Stunde Fußmarsch vom Rand des Parks entfernt befinden. In den Informationen gibt es Pläne, wo das biwakieren innerhalb des Parks verboten ist. Ansonsten gibt es dann freie Platzwahl.

Nationalparks gibt es in Frankreich mehr als genug. In der Hauptsaison kommen aber eben auch viele Wanderer. Das sollte man vielleicht bedenken.

Meine Erfahrung

Ich habe in Frankreich abseits der großen Städte und Straßen viel Natur und Land gefunden. An einem Ort bin ich schon 4 Uhr angekommen, hätte es auch einfach nur als Pause genutzt. Aber es kam niemand. Die ganze Zeit nicht.

Für mich haben gut funktioniert:

  • Gewerbegebiet
  • Feldweg

Ich habe die Franzosen allgemein als freundlich erlebt und in der Abgeschiedenheit eben auch niemanden getroffen. Da ich dort einfach mit meinem Auto stand, davor mit Katie gekuschelt und gelesen habe, denke ich, hätte auch niemand was gesagt.

Es gelten also wieder die allgemeinen Regeln:

  • Freundlichkeit
  • Sauberkeit
  • Benehmen
  • Ordnung
  • Leise sein

Dann klappt´s auch mit den Nachbarn 😉

 

Wo hattest du schon tolle Wilde Camping Erlebnisse?

Erzähle es anderen, wenn es dir gefallen hat.