Mir wurde eine Frage gestellt. Diese hat mich sehr beschäftigt. Obwohl sie mich am Ende weniger Zeit gekostet hat, als ich zuerst dachte. Was ein gutes Zeichen ist.

Ich hätte vorher auch behauptet, dass ich mir über meine Motive in meinem Leben sehr bewusst bin. Wenn dann aber doch mal jemand eine Frage direkt stellt, bin ich zumindest erschrocken und dachte:“Oh Gott.“

Der war dazu aber nicht nötig.

Achso. Die Frage.

Wozu machst du, was du machst?

Es wurde bewusst nach dem Wozu und nicht nach dem Warum gefragt.

Macht das einen Unterschied? Ja, macht es!

Jemand, der unsere Sprache lernt, fragt:“ Wo ist der Unterschied zwischen warum und wozu? Oder gibt es gar keinen?“

Der Unterschied

Das Warum möchte einen Grund oder eine Ursache wissen. Also mit welcher Intention man etwas macht oder warum man aussieht oder warum etwas passiert ist.

Das Wozu erfragt einen Zweck und Sinn. Und ich finde, das ist der entscheidende Punkt. Der Sinn hinter deinem tun.

Macht das Sinn, was du hier tust? Welchem Zweck dient es?

Die Wahrheit über mein Wozu

Wenn ich andere Menschen treffe, die ihr Leben anders leben, anders als ich oder anders als du, dann frage ich mich immer, warum machen die das so? Das muss einen Sinn haben, sonst würden sie es nicht tun. Eigentlich frage ich damit nach dem Wozu.

Denn ich will zwar gern auch wissen, wie sie dahin gekommen sind, also wie die Entwicklung war, aber ich will auch wissen, welchen Sinn sie daraus ziehen.

Nehmen wir ein Beispiel: Jemand lebt ZeroWaste. Also so komplett. Dann weiß ich, dass er das für die Umwelt tut, um keinen Müll zu produzieren, wie der Name schon sagt. Wie er dahin gekommen ist, ist eine andere Frage, aber der Sinn ist total klar.

Nicht immer ist es so einfach zu erkennen. Da ist dann Toleranz gefragt. Menschen müssen nicht immer in Schubladen passen. Vor allem nicht in vorgefertigte. Viel mehr, sollte man für Jeden individuelle Schubladen schaffen (unser Hirn braucht einfach Schubladen, das ist ok).

Kommen wir zu mir. Warum ich tue, was ich tue. Ich war schon immer gern mein eigener Chef. Ich habe schon immer in meinem Tempo gearbeitet und mir meine Zeit frei eingeteilt. Ich mag meine Weltanschauung und mag mir die Welt selbst anschauen (auch wenn ich es vielleicht in diesem Leben nicht mehr schaffe, denn ich mag auch genau hinschauen).

Zu dem Warum kommen natürlich die Erfahrungen, die ich gemacht habe. Die mich weiter geformt haben und auch auf den jetzigen Weg gebracht haben. Ich habe versucht in eine Schublade zu passen, mich anzupassen, ruhig zu sein.

Doch dann kam der Hammer. Das Schicksal schlug einfach zu und nahm mir meine Mutter auf eine sehr unschöne Weise. Was für ein Wachrüttler. Seitdem ich mich mit dem Tod beschäftige, weiß ich das Leben noch mehr zu schätzen.

Echt Mist, dass es so einen Schlag gebraucht hat, um mich wieder auf mich und meinen Weg zu besinnen. Aber so war es nun ein mal.

Ich möchte lernen, leben, fühlen und machen wie ich es will. Dafür muss man sich manchmal aus einer Umgebung herauslösen, damit es wieder möglich ist.

Und nun kommen wir zu meinem Wozu.

Ich mache all das hier, weil ich viele Menschen da draußen inspirieren möchte auf ihr Herz zu hören, ihren Pops in die Hand zu nehmen und loszugehen.

Dafür schreibe ich alles auf. Dafür trete ich international mit Menschen in Kontakt (und ich bin echt schüchtern, zumindest am Anfang – Alex lacht sich immer kaputt, wie nervös ich vor dem ersten Kontakt bin. Keine Ahnung warum (!!)).

Ich schreibe also alles auf, zeige euch, was wir hier tun und erzähle, warum und was wir dabei erleben und herausfinden.

Ich möchte inspirieren und damit einen kleinen und guten Beitrag zu unserer heutigen Welt beitragen, auf das sie eine Bessere wird und noch viele Jahre überlebt.

Deswegen dreht sich hier nicht alles nur ums Reisen, sondern auch ums Leben und Lieben.

Das gleiche gilt für meine Arbeit als virtuelle Assistentin. Meine Kunden sind vielseitig und haben doch eins gemein. Sie haben eine Botschaft, eine Aufgabe und ein Ziel. Und dabei rede ich nicht vom Geld. Es geht zum Beispiel um die Hilfe für Menschen mit einer Autoimmunerkrankung oder um eine tolle Strickgemeinschaft, die online und offline die Menschen zusammenbringt.

Wie findest du dein eigenes Wozu?

Dafür musst du einen ziemlich unangenehmen Schritt machen. Du musst nämlich ganz super 1000%ig ehrlich zu dir sein.

Stell dir folgende Fragen, mach dir auch gern Notizen dazu:

Macht mich das glücklich, was ich täglich tue?

Was macht mir an meinem Tag am meisten Spaß?

Wobei vergessen ich die Zeit?

Was erfüllt mich?

Was ist mein größter Traum?

Habe ich ein Ziel?

Wenn ja, welches?

Bin ich schon auf dem Weg, um dieses Ziel zu erreichen?

Wenn nicht, warum nicht?

Wozu bin ich auf dieser Welt?

Das ist allerdings nichts, was dir geschenkt wird. Du musst selbst auf die Suche gehen, wozu du hier bist. Eigentlich heißt es besser, wozu du hier sein willst.

Wozu willst du auf der Welt sein?

Damit ist der Anfang gemacht. Doch das war natürlich nicht alles, aber für dein ein oder anderen war das der schwerste Teil.

Handle nach deinem Wozu

Wenn du in etwa herausgefunden hast, was du willst, dann musst du natürlich aktiv werden. Betrachte dich und deine Umgebung und finde heraus, wo du ausmisten musst. Was muss weg, damit du das sein kannst, was du sein willst?

Das ist nicht einfach und oft strauchelt man auch. Doch sei zu dir genauso großzügig wie anderen gegenüber. Fehler sind gut, Fehler bringen dich voran und lassen dich lernen.

Deswegen musst du dich immer wieder hinterfragen. Dein Po darf nicht zur Ruhe kommen. Wenn Routine eintritt, dann überprüfe sie. Ist es eine gute Routine, die die produktiv und effektiv werden lässt oder rutschst du wieder in einen stupiden Alltag ohne Sinn hinein?

Dein Wozu ist eine Lebensaufgabe. Denn nur zu leicht biegen wir falsch ab oder bleiben auf der Stelle stehen.

Du kannst auch einfach wählen. Dann geh mit einem Strahlen durch deine Tage und sei damit glücklich. Wenn du das nicht kannst, dann MUSST du etwas ändern.

Erzähl mir dein Wozu! Ich bin neugierig, was erfüllt dich und war es ein weiter Weg bis du es gefunden hast?

Erzähle es anderen, wenn es dir gefallen hat.